Fr, 15. Dezember 2017

Vor "Jugend-Olympia"

05.08.2010 11:07

Arzt aus Neapel verbrennt Tiroler Hoffnung den Fuß

Wie aus einem schlechten Horrorfilm verliefen die letzten Tage für Ringer-Talent Martina Kuenz (15). Die Inzingerin war mit dem Nationalteam in Neapel auf Trainingslager, als sie eine Biene stach. Ein italienischer Arzt behandelte sie mit Ammoniak - und verbrannte ihr so kurz vor den Olympischen Jugendspielen den Fuß!

Ein Wahnsinn, was Martina Kuenz in Italien widerfuhr. Montag vor einer Woche stach sie eine Biene in den Fuß, am nächsten Tag trainierte sie noch. Dann schwoll der Fuß stark an und tat weh. Als die 15-Jährige wegen des Trainings Antibiotika ablehnte, meinte der italienische Arzt im Trainingslager, er könnte den Stich mit Ammoniak behandeln, aber es würde etwas weh tun und sie müsse auf die Zähne beißen.

Doch dann passierte dem Mediziner ein folgenschwerer Fehler: Er verdünnte den Ammoniak nicht, legte ihr ein darin getränktes Tuch für 15 Minuten auf den Fuß! Als Martina die Schmerzen nicht mehr aushielt, war es bereits zu spät: Die Chemikalie hatte ihr den Fuß verbrannt!

Und es kam noch schlimmer
Im heruntergekommenen Krankenhaus wusste keiner einen Rat. Als dann die Wunde zu eitern begann, schnitt ihr der Skandal-Arzt per Skalpell auch noch die Haut weg! "Es war wie in einem Horrorfilm", erinnert sich die Ringer-Hoffnung, die auch Rotlauf hatte.

In der Innsbrucker Klinik versuchen derzeit die Ärzte alles, um den großen Traum von Martina Kuenz doch noch möglich zu machen. Denn kommenden Dienstag geht ihr Flug zu den Olympischen Jugendspielen nach Singapur, bei denen sie als eine von nur 16 österreichischen AthletInnen am Start wäre.

"Aufgeben tut man einen Brief!"
Aber die 15-Jährige lässt sich von den Schmerzen nicht unterkriegen. "Aufgeben tut man einen Brief. Ich bin ganz optimistisch: Ich bekomme ein Spezial-Pflaster und Schmerzmittel. Sonst zieh' ich eben einen größeren Schuh an!", ist Martina voller Zuversicht Mit einem Thera-Band trainiert sie auch im Krankenbett weiter.

von Jörg Mülleder, Tiroler Krone

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