Mi, 13. Dezember 2017

Tradition vs. Geld

05.08.2010 10:17

Brisant: Austria Salzburg trifft auf Red Bull Juniors

In der zweiten Runde der Regionalliga West findet sich am kommenden Wochenende eine Begegnung mit Brisanz auf dem Spielplan: Aufsteiger Austria Salzburg - nach der Übernahme des Bundesligisten durch den Getränkekonzern Red Bull neu gegründet - empfängt am Samstag im ersten Liga-Heimspiel die Red Bull Juniors, die Amateurkicker des österreichischen Meisters.

Es ist das erste Aufeinandertreffen der traditionell violetten Austria gegen ein Red-Bull-Team, das Match wurde als Sicherheitsspiel klassifiziert. Ein eigener Gästesektor, 50 Ordner und ein erhebliches Aufgebot an Polizisten sollen einen ruhigen Verlauf sicherstellen.

Von Fans neu gegründet
Als Dietrich Mateschitz vor gut fünf Jahren den Traditionsverein übernahm, das "Austria" im Vereinsnamen durch Red Bull ersetzt wurde, das Violett als Farbe verschwand und die über 70-jährige Geschichte praktisch ausgelöscht wurde, wollten gar nicht so wenige Anhänger mit der Millionärstruppe nichts mehr zu tun haben und gründeten die Austria neu. Die Mannschaft startete im Fußballkeller 2. Klasse Nord, ist mit vier Meistertiteln en suite durch das Unterhaus marschiert und nun in der Westliga gelandet, ebenso wie die Red Bull Juniors, die aufgrund der neuen Bestimmungen zwangsweise aus der Ersten Liga dorthin abgestiegen sind.

Trotz der Titulierung Sicherheitsspiel beschwichtigt aber Austria-Pressesprecher Alex Hütter: "Zu uns kommen die Amateure. Genau zur selben Zeit findet in Kleßheim das Bundesliga-Spiel Red Bull gegen Wiener Neustadt statt, ich glaube nicht, dass sehr viele Fans zu uns kommen werden." Dennoch wird ein eigener, kleiner Gästesektor eingerichtet. 50 anstelle der üblichen 20 Ordner sollen für Sicherheit sorgen. Zusätzlich wird auch die Polizei ein entsprechendes Aufgebot abstellen, wie viele Beamte abkommandiert werden, sagte der Journalbeamte Hermann Winkler nicht. "Wir sind aber sensibilisiert."

Problematische Fans
Nach Zwischenfällen bei mehreren Spielen - zuletzt im Mai beim Stadt-Derby gegen den SAK - war der Vorstand der Austria zurückgetreten, inzwischen hat ein neues Team die Geschäfte übernommen. Außerdem hat der Verein gegen 14 Randalierer ein Hausverbot ausgesprochen.

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