Sa, 16. Dezember 2017

Dramatische Szenen

05.08.2010 15:17

Wanderer stürzen im Pitztal in Bach - durch Rohr gespült

Drei Wanderer aus Deutschland sind am Mittwoch im Pitztal unter Wasser gedrückt und durch ein Rohr gespült worden. Sie wurden erheblich verletzt. Ein Deutscher (50) und sein Sohn (18) wollten einer Frau helfen, die in den eiskalten Gletscherbach gestürzt war – dabei wurden sie aber selbst "angesaugt". Passanten zogen sie an Land.

Die etwa 1,50 Meter dicken Rohre führen unter dem Wanderweg im Griestal hindurch, der an dieser Stelle wegen des anschwellendes Gletscherbaches vom Mittelbergferner gesperrt war. Am Vormittag konnten die Wanderer die Stelle, die mittels Verbotsschild und Zaun gesichert war, problemlos passieren. Als sie jedoch gegen 16 Uhr von ihrer Bergwanderung zurückkehrten, floss wesentlich mehr Gletscherwasser ab und überspülte den Fahrweg.

Der Deutsche (50) und sein Sohn (18) entschlossen sich, durch das darüberfließende Wasser hindurchzuwaten. Eine Frau, die an derselben Stelle vorbeikam, wollte es ihnen gleichtun. Dabei verlor sie jedoch das Gleichgewicht und stürzte ins Wasser. Der 50-Jährige wollte der Frau noch helfen, rutschte aber ebenfalls in den eiskalten Gletscherbach. Nun wollte der Sohn seinen Vater retten, aber auch er stürzte am oberen Rohrende ins Wasser.

Alle drei wurden komplett unter Wasser gezogen und durch das Rohr gespült. Der Vater konnte sich rund 15 Meter und die Frau rund 30 Meter hinter dem Rohrende an einem Stein festhalten.

Menschenkette gebildet
Anwesende Wanderer bildeten eine Menschenkette und zogen sie an Land. Der 18-Jährige konnte selbst ans Ufer klettern. Alle drei wurden erheblich verletzt. Der Vater wurde ins Krankenhaus Zams geflogen.

Symbolbild

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