Mo, 11. Dezember 2017

"Krone"-Interview

04.08.2010 17:33

Wer "erbt" Franziskanerklöster im Vulkanland?

Mehr als 155 Jahre lang haben die Franziskaner segensreich in der Vulkanland-Region gewirkt. Weil es an Nachwuchs fehlt, müssen nun die Klöster in Bad Gleichenberg und Tieschen - wie berichtet - schließen. Was geschieht jetzt mit diesen Baujuwelen? "Steirerkrone"-Redakteurin Barbara Winkler fragte beim obersten Ordensbruder, Pater Gottfried Wegleitner, nach.

"Krone": Pater Gottfried, die beiden verbliebenen Patres müssen per September nach St. Pölten wechseln. Wie geht es aber dann mit den verwaisten Klöstern weiter?
Gottfried Wegleitner: Volker Karl, der Obmann des Pfarrgemeinderates von Bad Gleichenberg, und ich werden Gespräche mit der Diözese Graz-Seckau aufnehmen, voraussichtlich starten diese im Herbst. Das Kloster in Tieschen steht ja jetzt schon im Besitz der Diözese.

"Krone": Für die Pfarrgemeinde bedeutet der Abgang der Franziskaner einen herben Verlust. Wie steht es um die betroffenen Bediensteten?
Wegleitner: Das Bild von einem reichen Stift hat mit den verhältnismäßig armen Franziskanerklöstern nichts zu tun, wir haben weder angrenzende Ländereien noch einen großen Bedienstetenstab. Unsere Köchin wird sicher weiterbeschäftigt.

"Krone": Ist Ihnen die Erhaltung des im Jahr 1841 errichteten Bauwerks ein Anliegen?
Wegleitner: Natürlich! Und insofern ist der Orden natürlich auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, da oft und viele Handwerker bei uns beschäftigt waren. Aber die denkmalpflegerischen Arbeiten werden vom nächsten Eigentümer auf alle Fälle weitergeführt. Da muss man sich keine Sorgen machen.

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