Mo, 18. Dezember 2017

Geballte Wut

04.08.2010 15:26

6.000 Ex-Footballer verklagen Spiele-Publisher EA

Gleich 6.000 ehemalige US-Footballspieler haben sich in einer Sammelklage zusammengefunden, um den Spiele-Publisher Electronic Arts (EA) wegen Verletzung des Persönlichkeitsrechts vor Gericht zu bringen. Stein des Anstoßes ist das im August 2008 veröffentlichte und höchst erfolgreiche "Madden NFL 09".

Im Spiel sind über 140 historische Teams vertreten, deren virtuelle Mitglieder ihren realen Vorbildern bis aufs Haar gleichen. Sowohl die Spielstatistiken als auch ihre Position, Größe und Gewicht wurden eins zu eins in "Madden NFL 09" integriert - allerdings ohne die Erlaubnis der betreffenden Spieler einzuholen oder Lizenz zu bezahlen.

"Das einzig signifikante Detail, das EA von den realen NFL-Spielern im Ruhestand geändert hat, sind die Trikotnummern", heißt es in der Klageschrift. Die Namen seien zwar ebenfalls abgewandelt worden, sie könnten jedoch von jedem Madden-Käufer nach Belieben verändert werden - was echten Fans des American Football dank der historisch korrekten Details nicht schwerfalle.

6.000 Spieler fordern Schadenersatz
EA habe die Bekanntheit der Ex-Footballer ausgenutzt und die Spielfiguren absichtlich so ähnlich wie möglich zu den realen Vorbildern gestaltet, so der Tenor der Klage. Die 6.000 Spieler verlangen Schadenersatz, schließlich habe EA Milliarden mit ihren virtuellen Ebenbildern verdient. Von EA-Seite heißt es dazu bisher lediglich, dass die Firma sich zu laufenden Verfahren nicht äußert.

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