Sa, 16. Dezember 2017

Unfassbare Summen

04.08.2010 17:29

Landesregierung gibt Millionen für Berater aus

So, jetzt liegen die endgültigen Zahlen auf dem Tisch: Nämlich, wie viel die Mitglieder der steirischen Landesregierung in der letzten Legislaturperiode für Beraterfirmen ausgegeben haben. Liebe Leser, anhalten! Es geht um unfassbare Summen: Satte 15.104.280 Euro (in guten alten Schillingen 211.459.920) - da kann einem schon einmal die Luft wegbleiben.
  • Angeführt wird die Summen-Hitliste von Landeshauptmann Franz Voves, aus dessen Kassa genau 4.341.805 Euro an Rechtsanwälte, Gutachter oder an wen auch immer überwiesen worden sind.
  • Als Nummer zwei auf dem Treppchen: Umweltlandesrat Manfred Wegscheider, auf dessen Ausgabenkonto 3.524.316 Euro stehen.
  • Auch nicht gerade ohne, was sich bei Kristina Edlinger - ja die Studien für das Verkehrsressort kommen teuer - an Beratungskosten angesammelt hat: 3.456.728 Euro.
  • Ebenfalls noch in der Millionärsliga: Landesrätin Elisabeth Grossmann mit recht ordentlichen 1.331.666 Euro.

Ein bisserl billiger, so man das in dieser Dimension überhaupt sagen kann, haben es gehalten: Landesrätin Bettina Vollath (723.609 Euro), Landeshauptmann-Vize Hermann Schützenhöfer (610.804 Euro), Soziallandesrat Siegfried Schrittwieser (503.264 Euro) sowie Oberwirtschafter Christian Buchmann (273.358 Euro). Agrarier Hans Seitinger war mit 268.730 Euro noch der "Sparefroh".

Urheberstreit um Horrorsummen
Um dieses Zahlenmaterial gibt es einen Urheberstreit. Nachdem die KPÖ sie für sich reklamiert, sind die Grünen ausgerückt und heften sich das Konvolut an ihre Fahnen. Wie auch immer: Hauptsache, die Horrorsummen sind an die Öffentlichkeit gelangt. Claudia Klimt-Weithaler, die dunkelrote Klubchefin, jedenfalls sagt nun dem Beraterunwesen den Kampf an: "Was da passiert, ist ja nichts weiter als eine üble Methode, den Großparteien nahestehende Menschen mit lukrativen Aufträgen zu versorgen!"

Die KPÖ will nun - im Verein mit den Grünen - versuchen, den "Consulter-Sumpf" trockenzulegen. Mittels einer Limitierung der Summen und der Verpflichtung der Regierer, vor Abschluss eines Vertrages eine Erklärung vorzulegen, warum nicht auch eine Fachabteilung des Landes die jeweilige Aufgabe erfüllen kann.

"Steiermark Inoffiziell" von Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"

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