Mo, 11. Dezember 2017

1.800 Jahre alt

04.08.2010 11:21

Grabkammern unter Tempel in Mexiko entdeckt

In der Ruinenstadt Teotihuacan bei Mexiko-Stadt haben Forscher einen Tunnel entdeckt, an dessen Ende eine seit 1.800 Jahren verschlossene Grabkammer vermutet wird. In zwölf Metern Tiefe legten mexikanische Archäologen den Eingang zu dem rund 120 Meter langen Tunnel unter dem heiligsten Bauwerk der antiken Stadt frei. Am Ende des Tunnels, 13 bis 15 Meter unter dem Tempel der Gefiederten Schlange ("Quetzalcoatl"), machten die Wissenschaftler drei Kammern aus.

Diese Kammern (im Bild ein Computermodel der Anlage) wurden nach ersten Erkenntnissen vor rund 1.800 Jahren mit tonnenschweren Steinen verschlossen. Am Eingang entdeckten die Archäologen Fresken und Gegenstände, die auf eine Grabkammer antiker Herrscher schließen lassen.

Die Entdeckung sei mit denen der Pharaonengräber in Ägypten vergleichbar, sagte der Ausgrabungsleiter Sergio Gomez Chavez der Nachrichtenagentur dpa. "Der Fund könnte der Schlüssel zum Verständnis der präkolumbischen Kulturen Mittelamerikas sein."

"Rom Amerikas" ist Weltkulturerbe
Die 46 Kilometer nordöstlich von Mexiko-Stadt gelegene Ruinenstadt Teotihuacan wurde 1987 zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt und wird als das "Rom Amerikas" bezeichnet. Die seinerzeit bis zu 200.000 Einwohner zählende Stadt wurde ab 650 nach Christus von ihren Einwohnern aus unbekanntem Grund verlassen. Ihr Grundriss wird als Abbildung des antiken Universums verstanden.

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