Sa, 16. Dezember 2017

Rauchverbot

04.08.2010 08:01

170 Strafverfahren in Wien seit Anfang Juli eingeleitet

In Sachen Rauchergesetz sind in Wien seit Auslaufen der Übergangsfrist mit Anfang Juli rund 170 Anzeigen eingelangt. In allen Fällen wurde auch ein Strafverfahren eingeleitet, berichtete Oliver Birbaum von den Magistratischen Bezirksämtern. Mehr als die Hälfte der Beanstandungen, nämlich in etwa 90, betreffen Lokale in der City sowie in Mariahilf, Neubau und der Josefstadt. Aus manch anderen Bezirken liege bisher wiederum keine einzige Beschwerde vor.

Rund 50 - und damit die meisten - Anzeigen sind in jenem Bezirksamt eingetrudelt, das für den 1. und 8. zuständig ist. Weitere knapp 40 entfallen auf das für Mariahilf und Neubau zuständige Amt. Dies sei nicht weiter verwunderlich, da in diesen Bezirken die Lokaldichte am höchsten sei, weiß Birbaum.

Anders die Situation außerhalb des Gürtels: So sind beispielsweise aus Meidling, Hernals und Währing seit Julibeginn noch überhaupt keine Beanstandungen eingegangen, in Döbling wurde erst einmal Anzeige erstattet. Strafen infolge der insgesamt 170 Anzeigen sind laut Birbaum noch keine verhängt worden, da die Verfahren allesamt noch liefen.

Mehr Anzeigen nach Ende der Gartensaison befürchtet
Grundsätzlich sei die Anzahl der Beschwerden geringer als ursprünglich angenommen. "Allein im Dezember 2009 hat es weit über 500 Anzeigen gegeben", erinnerte sich der Sprecher der Bezirksämter. Möglicherweise würden die Meldungen aber zunehmen, sobald die Gastgartensaison beendet sei. Dann könnten sich Wirte, die momentan ein Rauchverbot in ihrem Lokal verhängt haben, eventuell doch entscheiden, entgegen den gesetzlichen Bestimmungen den Glimmstängel wieder zu erlauben.

Seit dem Ende der Übergangsfrist dürfen nur mehr Lokale unter 50 Quadratmeter Verabreichungsfläche den Tschick erlauben. In größeren Gaststuben herrscht Pofelverbot - es sei denn, die Inhaber haben abgetrennte Raucherbereiche eingerichtet.

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