Do, 14. Dezember 2017

Nerdige Helden

04.08.2010 09:22

PC-Spieler auf Hawaii schlagen Räuber in die Flucht

Damit hatten die vermummten Angreifer in Kaneohe auf Hawaii nicht gerechnet: Statt sich ausrauben zu lassen, schlug eine Spieler-Gemeinschaft zurück und die Bösewichte in die Flucht. Dabei hätten die Gamer sogar ihr Bargeld geopfert - doch die Forderung nach einem geliebten Gadget brachte das Fass zum Überlaufen. Im Internet werden die mutigen Spieler nun als Helden der oft gemobbten Nerd-Szene gefeiert.

Devin Wolery, der 26-jährige Miteigentümer eines Spiele-Cafés in Kaneohe, wurde als Erster von den vier vermummten Räubern ins Visier genommen. Nachdem er anfangs an einen Scherz geglaubt hatte, wurde ihm spätestens mit einem Schlag ins Gesicht der Ernst der Lage bewusst.

Die Räuber verlangten Bargeld von den anwesenden Spielern, die gerade eine Partie "Starcraft II" bestritten hatten. Die kamen den Forderungen nach, sie hätten die Räuber "nur hinausbekommen wollen", erklärte Wolery gegenüber MSNBC.

Nicht ohne meinen Nintendo DS
Dann jedoch kam es zur für die Eindringlinge fatalen Fehleinschätzung der Spieler: Einer der vier verlangte vom 18-jährigen Dylan Hayes, ihm auch seinen Nintendo DS zu überreichen. Das war zu viel, mit einem forschen "Nein!" ging Hayes zum Gegenangriff über und fing an, die Räuber mit Fausthieben und Stößen aus dem Café zu befördern. Wolery kam ihm - trotz Blackouts wegen der wiederholten Schläge auf seinen Kopf - zu Hilfe, sodass die Diebe mit 27 Dollar und einem Handy das Weite suchen mussten.

Dumme Räuber hinterließen Spuren
Die Flucht dauerte allerdings nicht lange, drei der vier Verdächtigen konnte die Polizei einen Häuserblock weiter festnehmen. Dumm auch, dass Wolery zudem feststellte, dass die vier vor Kurzem zu Gast im Café gewesen waren und sich mit ihren echten Namen und Adressen auf den Computern eingeloggt hatten.

Kampfansage: Nerds lassen sich nichts mehr gefallen
Trotz blauer Flecken und Kopfschmerzen - ernsthafte Verletzungen hat zum Glück niemand davongetragen. Nun sind die Nerds, die sich wehrten, zu Helden von Spielern auf der ganzen Welt geworden. Hayes freut's, wie er "KHON2" gegenüber sagte, schließlich hätten die Räuber das Spiele-Café ausgesucht, weil sie dort wie früher an der Schule über die "nerdigen Kinder" herfallen wollten. "Aber wir haben genug davon. Ihr könnt uns nicht herumschubsen!", warnte er zukünftige Möchtegern-Räuber.

Symbolbild
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