Mo, 11. Dezember 2017

Ein Serientäter?

03.08.2010 11:33

Polizei weiter auf der Suche nach dem Postamt-Räuber

Nach einem Raubüberfall auf das Postamt in Feldkirch-Tisis am Montag sucht die Polizei weiter nach dem Täter. Man gehe davon aus, dass es sich bei dem Gesuchten um einen Serientäter handelt, der in Vorarlberg für fünf weitere Überfälle auf Postfilialen und Banken verantwortlich sein soll, bestätigte Hardy Tschofen, Leiter des Landeskriminalamts.

Der Vorarlberger Dialekt sprechende Unbekannte betrat am Montag gegen 10.15 Uhr die Feldkircher Postfiliale und erbeutete mehrere Tausend Euro, die er in einem Nylonsack mit sich nahm. Bekleidet war er mit einer gelben Regenjacke, dunklen Jeans und einem silberfarbenen Vollvisierhelm mit einem "Polizei"-Aufkleber. Er hatte zudem einen großen Revolver bei sich, mit dem er den Angestellten bedrohte. Anschließend flüchtete er zunächst zu Fuß, dann in einem Wagen.

Bisher habe man noch keine entscheidenden Hinweise auf den Täter, erklärte Tschofen. Die Hausbefragungen entlang der vermuteten Fluchtstrecke würden fortgesetzt, man erhoffe sich weiter Hinweise aus der Bevölkerung. Geholfen wäre der Polizei etwa mit Informationen zu Marke und Hersteller des Helms und zu dem in der Liechtensteiner Straße wartenden, dunkelblauen Kleinwagen, in dem der Täter als Beifahrer flüchtete.

5 Raubüberfälle auf Sparkassen- und Postfilialen
Mehrere Faktoren sprächen dafür, dass es sich bei dem Mann um den gesuchten Serientäter handelt, so der Ermittler. Der Unbekannte soll zwischen August 2008 und Jänner 2010 fünf weitere Raubüberfälle auf Sparkassen- und Postfilialen versucht bzw. verübt und dabei 24.000 Euro erbeutet haben. Der silberfarbene Revolver wurde nach Polizeierkenntnissen bereits einmal bei einem Raub in Feldkirch verwendet. Zudem spreche die Vorgangsweise, seine Statur und die Art seiner Bewegungen dafür, dass in allen Fällen derselbe Täter aktiv wurde, erklärte Tschofen.

Die Polizei suchte über mehrere Monate hinweg mit einer SOKO und in einer großangelegten Öffentlichkeitskampagne nach dem Serienräuber, dabei wurden 315 Personen konkret überprüft. Der Unbekannte hatte sich außerdem zweimal per Postkarte bei den Ermittlern gemeldet. "Das war noch nicht alles. Komme wieder", schrieb der Mann damals unter anderem.

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