Sa, 25. November 2017

Babysitter gesucht

02.08.2010 18:54

Urlaub verbraucht - erste Notfälle bei Kinderbetreuung

500 Babysitter und 15 Urlaubs-Au-Pair-Mädchen stehen auf der Liste des Familienbundes Oberösterreich. Und sie sind gefragt. Die meisten Eltern haben ihren Urlaub nach gut drei Wochen Ferien bereits verbraucht. Und wenn dann etwa Oma oder Opa ausfallen, ist guter Rat teuer: "Wer passt auf die Kinder auf?" Für einen Babysitter muss man mindestens sieben Euro je Stunde rechnen.

"Jeden Tag gibt es zumindest einen Anruf einer Familie, die verzweifelt jemanden für die Kinderbetreuung sucht. Und zwar kurzfristig", sagt Simone Baldauf vom Familienbund, bei dem derzeit zwei Angestellte nur Lösungen für solche Notfälle suchen. Meist haben die Eltern die Kinderbetreuung in den Ferien schon bedacht, doch dann passierte etwas Unvorhergesehenes. "Wir hatten einen Fall, da ist die Oma gestürzt und musste ins Spital. In einem anderen Fall wurde der Vater in die Arbeit gerufen", so Baldauf.

Im äußersten Notfall steht ein Babysitter noch am selben Tag parat, doch zwei bis drei Tage Vorlaufzeit sind optimal. Die Bezahlung erfolgt am besten mit dem Dienstleistungscheck, der von den Eltern in Trafiken gekauft werden kann. Damit sind die Babysitter auch versichert und legal angestellt. Den Stundenlohn kann man sich individuell ausmachen.

Sommer-Au-Pair aus Osteuropa
Es gibt auch noch die Möglichkeit der Sommer-Au-Pairs. Hier werden Mädchena aus Tschechien, Slowakei oder Polen für vier bis fünf Wochen zu 25 Wochenarbeitsstunden vermittelt. Kosten: ab 400 Euro, dazu muss ein Zimmer und Verpflegung gestellt werden. Außerdem muss das Mädchen bei der Krankenkasse angemeldet werden. Viermal halfen in den vergangenen zwei Wochen die jungen Osteuropäerinnen schon in Oberösterreich aus. Beim Familienbund rechnet man mit zehn Einsätzen bis Ferienende.

Eine Möglichkeit ist auch noch der Ferien-Kindergarten. Etwa 50 haben in Oberösterreich offen. Laut Gesetz muss ein Kindergartenkind aber in den Sommerferien mindestens fünf Wochen mit höchstens einer Unterbrechung außerhalb einer "öffentlichen Einrichtung" betreut werden.

von Markus Schütz, "OÖ Krone"

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