Sa, 16. Dezember 2017

Bundesliga-Kracher

02.08.2010 07:45

Salzburgs Bullen zu passiv - 1:2 gegen Rapid

Null Punkte, 1:6 Tore - das ist die Ausgangslage von Rapid vor dem großen Schlager gegen Salzburg gewesen. Es war auch nicht zu übersehen, dass der Rekordmeister von diesem verpatzten Saisonstart angeknackst war, wie schon ein "Haspler" von Patocka in den ersten Spielsekunden verriet. Und weil die Salzburger sich vorerst darauf beschränkten, die Partie zu kontrollieren, musste jemand "Externer" für den ersten Höhepunkt sorgen...

Ein süßes schwarzes Eichhörnchen huschte am Sonntag in der 6. Minute quer übers Spielfeld, drehte eine Ehrenrunde, um dann durchs Salzburger Tor wieder aufs Feld zurück zu laufen, ehe es eingefangen und wieder in kompatiblere Gefilde gebracht wurde.

Ähnliche Bewegung fand auf dem Spielfeld nicht statt: Rapid konnte nicht wirklich, brachte es nur zu Halbchancen durch Salihi und Jelavic, die Salzburger kontrollierten sich zu Tode, reagierten nur, brachten offensiv zu wenig, obwohl der Gegner verunsichert und anfällig gewesen wäre. So kam das Pausen-0:0 wenig überraschend.

Wie auch der Führungstreffer für die Hütteldorfer gleich danach: Salihi durfte sich an der Flanke ungehindert entfalten, einen Stanglpass zur Mitte spielen, der nur kurz abgewehrt wurde und Saurer vors Schussbein fiel - das war das 1:0 (49.). Und als wenig später Tremmel mit dem Fuß gegen Salihi rettete, musste Salzburgs Trainer Stevens reagieren und brachte Neo-Stürmer Boghossian und Jantscher.

Joker im Einsatz
Diese beiden Joker stachen auch umgehend: Der Uruguayer verlängerte einen weiten Einwurf Schweglers per Kopf, Jantscher zog ab, und es stand 1:1 (62.). Und man hatte danach nicht das Gefühl, der Punktgewinn für Salzburg könnte in Gefahr sein: Gartlers Schuss war leichte Beute für den sicheren Salzburg-Tormann Tremmel, ein abgerissener Flankenball von Hofmann fand nur zufällig den Weg an die Querlatte (74.).

Der quirlige, technisch brillante, aber an diesem Abend zu wenig effektive Argentinier Gonzalo Zarate hatte dann sogar noch das Siegestor am Fuß, aber sein Schuss streifte am langen Eck des Rapid-Tors vorbei.

Und so harmlos die Rapid-Viertelstunde gewesen war, so bitter wurde die Rapid-Viertelminute für Salzburg: Nach Patzer von Sekagya hatte Hofmann 15 Sekunden vor dem Abpfiff keine Mühe, den späten und unverdienten Siegestreffer für Grün-Weiß zu schießen.

von Wolfgang M. Gran, "Kronen Zeitung"

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