So, 17. Dezember 2017

Mihrab zeigt nach NO

30.07.2010 12:15

10 Jahre in falsche Richtung gebetet - wegen Baufehler

In Saudi-Arabien haben die Mitglieder einer islamischen Gemeinde festgestellt, dass sie zehn Jahre lang in die falsche Richtung gebetet haben – weil die Gebetsnische in ihrer Moschee an die falsche Stelle gebaut worden war. Was besonders verwundert: Der Fehler passierte, obwohl der Ort nur 20 Kilometer von Mekka entfernt liegt...

"Zehn Jahre lang haben wir mit Blick auf die Gebetsnische der Moschee gebetet, die nach Nordosten zeigt, obwohl sie eigentlich nach Südosten zeigen sollte", sagte ein Mitglied der Gemeinde im nördlichen Teil der Ortschaft Hadda der Zeitung "Saudi Gazette".

Wer für den Fehler beim Bau der Hinterhof-Moschee, die von einem Privatmann gestiftet wurde, verantwortlich ist, ließ sich nicht mehr ermitteln. Die korrekte Richtung festzustellen, hätte für den Bauherrn eigentlich nicht allzu schwierig sein müssen: Hadda liegt nur 20 Kilometer von Mekka entfernt.

Die Besucher der kleinen Moschee lösten ihr Problem erst einmal pragmatisch: Sie richten ihre Gebetsteppiche jetzt in Richtung Südosten aus.

Alle Muslime beten in Richtung Mekka
Muslime in aller Welt beugen ihr Haupt beim Gebet in Richtung der Kaaba, das zentrale Heiligtum des Islam in Mekka. In den Moscheen zeigt eine auf die Kaaba ausgerichtete Gebetsnische, "Mihrab" genannt, an, wie sich die Gläubigen zum Gebet aufstellen müssen. Eigentlich...

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