Mi, 22. November 2017

Song Contest 2011

31.07.2010 19:20

krone.at-Leser würden Christina Stürmer schicken

Nach der Trendwende im ORF ("Ja, wir sind wieder beim Song Contest dabei!") kreist die Frage um einen Kandidaten für den Grand Prix. "Wer soll zum Song Contest?", fragten die "Krone" und krone.at daher Anfang der Woche. Klares Ergebnis bei der Leser-Wahl: Christina Stürmer. Doch Österreichs Parade-Popstar lehnt dankend ab - und wünscht sich lieber ein junges Talent, das gegen Deutschlands Shootingstar Lena Meyer-Landrut antritt.

Eine klare Mehrheit hat beim krone.at-Voting (Auflösung mit allen Platzierungen siehe Infobox), bei dem fast 10.000 Stimmen abgegeben wurden, für Christina Stürmer gestimmt. Auf Platz zwei landete bereits die Antwortmöglichkeit "Gar keiner von denen".

Österreichs Parade-Popstar (aktuelle Single "Wir leben den Moment") freut sich zwar sehr über das Ergebnis, winkt jedoch trotz neu aufgeflammter Song-Contest-Euphorie ab: "Ich kann mir zurzeit nicht vorstellen, am Song Contest teilzunehmen." Denn, so Stürmer zur "Krone": "Ich finde, man sollte einem jungen Talent, das in einem öffentlichen Auswahlverfahren ermittelt wird, eine Chance geben!"

ORF sucht ab Herbst "Helden von morgen"
Da würde sich eigentlich prompt eine Gelegenheit bieten: Im Herbst startet der ORF die Castingshow "Helden von morgen" – so die etwas seltsame Bezeichnung für künftige Rapper, Rocker oder Popsternchen. Derzeit wird überlegt, ob der Gewinner, der als Prämie 100.000 Euro erhält, auch gleich zum Song Contest fahren soll.

Fraglich ist, ob diese Form der Castingshow geeignet ist, einen nationalen Hype zu kreieren, wie es Stefan Raab mit seinem TV-Konzept "Unser Star für Oslo" zuwege brachte. Dass der neue ORF-"Held von morgen" der geeignete Song-Contest-Vertreter wäre, können sich im krone.at-Voting übrigens nur 1,7% (!) vorstellen.

Bisher nicht wirklich eine Erfolgsgeschichte
Die Teilnahmen am Song Contest waren für Österreich bisher nicht gerade eine Erfolgsgeschichte. Nur einmal konnte ein echter Erfolg verbucht werden, als Udo Jürgens 1966 mit "Merci Cherie" den ersten Platz errang. Negativ-Rekordhalter sind die Interpreten der Jahre 1981 (Marty Brem), 1984 (Anita), 1988 (Wilfried) und 1991 (Thomas Forstner), die auf dem letzten Platz landeten. 2003 spaltete Nonsense-Kabarettist Alf Poier mit "Weil der Mensch zählt" das Land, errang aber als inoffizieller Protestkandidat den 6. Platz. 2007 schied Ex-Starmaniac Eric Papilaya mit "Get A Life - Get Alive" bereits im Semifinale aus, er wurde dort Vorletzter mit vier Punkten. 2006, 2008, 2009 wurde ebenso wie heuer auf eine Teilnahme verzichtet.

von Stefan Weinberger (Kronen Zeitung) und krone.at

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