Mi, 22. November 2017

Schon 30 Einbrüche

29.07.2010 16:55

Fensterbohrer-Bande narrt die Polizei im Flachgau

Eine Profi-Einbrecherbande sucht derzeit den nördlichen Flachgau heim. Bisher sind mindestens 30 Fälle bekannt. Die Unbekannten bohren jeweils ein Fenster auf, um in die Gebäude zu gelangen. Sie sind kaltschnäuzig: Selbst wenn die Besitzer im Haus schlafen, schlagen sie zu. Gestohlen wurde ausschließlich Bargeld.

"Die Serie begann vor eineinhalb Wochen. Seither gibt es jede Nacht drei bis fünf Einbrüche. Zuerst war Schleedorf an der Reihe. Dann zog die Bande nach St. Georgen, Lamprechtshausen und Bürmoos weiter", berichtet Bezirkspolizeikommandant Walter Praschberger. "Unsere Leute sind im Dauereinsatz und sichern überall Spuren. Die Auswertung im Labor dauert aber", so der Offizier.

Bewohner schlafen meist
Das Markenzeichen der Einbrecher ist die sogenannte Fensterbohrer-Methode. "Mit einem Hand- oder einem Akkubohrer setzen sie unter der Verriegelung an. Durch das entstandene Loch schieben sie dann einen Draht. Mit dem wird das Fenster geöffnet", verrät Kommandant Franz Putz vom Polizeiposten in Lamprechtshausen. Die Bande ist skrupellos. Dass die Bewohner friedlich in ihren Betten schlafen, stört sie nicht. "Ein Opfer lag sogar im Wohnzimmer vor dem Fernseher und merkte nichts", schildert Peter Höpflinger (Bild) vom Posten in Lamprechtshausen. Es gibt auch Betroffene, die Geräusche hörten, sich aber nichts dabei dachten. Ein Fehler…

Schmuck bleibt liegen
Die Einbrecher haben es ausschließlich auf Bares abgesehen. "Sie durchsuchen alles, plündern die Geldtaschen, lassen aber wertvollen Schmuck liegen", weiß Franz Putz. Bisher gibt es noch keine heiße Spur. Putz und Walter Praschberger hoffen auf Hinweise aus der Bevölkerung. "Vielleicht ist Nachbarn ein Auto aufgefallen. Die Bande dürfte auch Häuser ausspioniert haben. Da hat sie eventuell jemand beobachtet", so Praschberger. Außerdem soll die Bevölkerung sensibilisiert werden. "Wenn die Leute wissen, dass es eine Einbruchsserie gibt, achten sie mehr auf Ungewohntes."

von Manuela Kappes, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden