Do, 14. Dezember 2017

Viele Ausreden

27.07.2010 09:37

Heuer schon 19.000 Handy-Sünder am Steuer erwischt

Die gefährliche Telefonitis hinterm Lenkrad eines Autos wird immer ärger. Allein in Linz sind heuer im ersten Halbjahr schon mehr als 2.000 Handy-Sünder von der Polizei erwischt worden. Die erhöhten Strafen schrecken nicht ab, die Ausreden der Autofahrer werden hingegen immer dreister. Im gleichen Zeitraum wurden zudem 510 Gurtenmuffel von der Polizei angehalten und bestraft.

Im gesamten Bundesland wurden zuletzt an die 19.000 Handysünder ertappt. In Linz waren es heuer schon 2.000 – eine Steigerung um etwa zehn Prozent. Die drastische Erhöhung der Strafen von 25 auf 50 Euro lässt die meisten kalt. "Die Lenker sehen die Gefahren nicht ein, sie kommen höchstens mit einer Vielzahl von Ausreden daher", so ein Beamter.

Ausreden-Vielfalt
Eine gängige Rechtfertigung: "Wenn das so gefährlich ist, dürfte ich ja auch keine Wurstsemmel beim Fahren essen oder eine CD wechseln." Oft zu hören bekommen Polizisten auch folgende Statements: "Meine Tochter rief mich an, weil daheim etwas passiert ist." "Ich hab' nur gefragt, ob die Kinder eh schon im Bett sind." "Es ging um einen ganz wichtigen Geschäftstermin." "Meine Mutter ist plötzlich krank geworden." "Mein Mann brauchte dringend Hilfe" und dergleichen.

Aber auch 510 Gurtenmuffel wurden bislang schon in Linz erwischt. "Ich hab mich nur abgeschnallt, weil sie mich angehalten haben" erklären viele Sünder. Lieblingsspruch von Frauen: "Der Gurt schneidet meine Brust zu sehr ein!"

von Johannes Nöbauer, "OÖ Krone"
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