Mi, 22. November 2017

Grundsteinlegung

25.07.2010 11:51

NÖ-Firma baut 25-Mio.-Euro-Skigebiet in Russland

Die Russen sind nicht gerade als eine Skifahrer-Nation bekannt - das will die Regierung der südrussischen Region Krasnodar aber ändern. Die niederösterreichische Firma Wintertechnik soll im Hinterland der Stadt Krasnodar als Generalunternehmer ein rund 14 Hektar großes Skigebiet mit Beschneiungsanlagen und Liften erschließen - das gesamte Investitionsvolumen beträgt 25 Millionen Euro.

Angebahnt wurde der Auftrag bei einer Wirtschaftsmission der Raiffeisenlandesbank OÖ nach Krasnodar im Jahr 2007 - bei der diesjährigen Wirtschaftsmission wurde das Projekt am 23. Juli mit der Grundsteinlegung (Bild) offiziell und - damit nichts schiefgehen kann - mit dem Segen der russisch-orthodoxen Kirche gestartet.

"Theoretisch ist bis 2012 alles fertig - praktisch auch"
Das Skigebiet liegt zwar nur etwa 700 Meter hoch, "hat aber eine wunderbare Wetterbrücke", so Wintertechnik-Geschäftsführer Thomas Jürs, "mit kontinuierlich niedrigen Temperaturen um die minus acht Grad". Man habe bereits alle umweltschutzrechtlichen Genehmigungen, "nächste Woche beginnen die Schlägerungen". 

Am 1. Jänner 2011 soll die erste von drei Ausbaustufen in Betrieb gehen. "Theoretisch ist bis 2012 alles fertig", so Jürs, "praktisch auch." Sogar der Preis einer Tageskarte ist schon bekannt, er soll rund 9 Euro betragen. Geplant sind Skipisten aller Schwierigkeitsstufen, mit Schlepp- und Sesselliften.

"Skifahren hat hier noch gar keinen Stellenwert, aber es wird sehr gut werbetechnisch aufgearbeitet", sieht Jürs durchaus Potenzial. Krasnodar ist etwa 350 Kilometer von der künftigen Olympiastadt Sotchi entfernt. Die Firma Wintertechnik macht laut Jürs derzeit mit 30 Mitarbeitern rund 12 Millionen Euro Umsatz, der Gewinn sei "ausreichend".

Straßenverbindung soll Erfolgschancen erhöhen
Vom gesamten Investitionsvolumen von 25 Millionen Euro "haben wir in der ersten Ausbaustufe bereits 3,5 Millionen Euro finanziert", sagte RLB-OÖ-Generaldirektor Ludwig Scharinger anlässlich des offiziellen Projektstarts. Die Finanzierung erfolgte gemeinsam mit der russischen Krayinvestbank, die mehrheitlich im Eigentum der Regionsverwaltung steht.

Was zum Erfolg noch fehle, sei aber eine gute Verkehrsverbindung nach Krasnodar. "Wir haben uns überzeugt, dass hier eine moderne Straße kommt, und wenn man schon dabei ist, dann sollte diese Straße direkt an die Küste führen", sagte Scharinger. Die Finanzierung könnte in Form einer PPP (Private Public Partnership) erfolgen. Die Stadt Krasnodar mit rund 711.000 Einwohnern liegt 52 Kilometer nördlich der Schwarzmeerküste.

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