Do, 19. Oktober 2017

K2-Tagebuch

22.07.2010 17:08

Kaltenbrunner will ihre Chance am K2 jetzt nutzen

Die oberösterreichische Alpinistin Gerlinde Kaltenbrunner steht am K2, mit 8.611 Metern der zweithöchste Berg der Welt, voller Zuversicht in den Startlöchern für den Sturm auf ihren 14. Achttausender. Noch zu Füßen des K2 sendete Kaltenbrunner eine Grußbotschaft an ihren Meteorologen Dr. Karl Gabl, dessen Wetterprognose ihr Hoffnung macht. Vorm Aufbruch berichtet die 39-Jährige in ihrem K2-Tagebuch für die "Krone" aus luftiger Höhe.

Es schneit zwar im Moment richtig heftig, dennoch hat meinen Ehemann Ralf Dujmovits und mich im Zelt unseres K2-Basislagers die Aufbruchstimmung gepackt. Eben hat uns die gute Nachricht unseres Innsbrucker Meteorologen Charly Gabl erreicht – er sagt uns für Anfang nächster Woche trockenes Wetter und weniger Wind voraus.

Diese Chance wollen wir nutzen und uns daher am Samstag auf den Weg in Richtung K2-Gipfel machen. Auf 6.300, 7.100 und 8.000 Meter werden wir biwakieren, jeweils eine Nacht verbringen und neue Kräfte tanken. Wenn alles gut geht und wir gut vorankommen, könnten wir am Dienstag auf dem Gipfel stehen. Ich verspüre ein sehr gutes Gefühl. Für mich würde ein Traum in Erfüllung gehen.

Rucksäcke sind gepackt
Alles, was wir brauchen und was Platz hat, ist verstaut: Ausrüstung, Gas und Essen. Ernähren werden wir uns mit Suppe, Püree und dem bewährten Baby-Milchpulverbrei, der uns immer sehr gutgetan hat. Gemeinsam mit uns will übrigens der schwedische Steilwand-Skifahrer Frederic Ericsson aufsteigen. Er wird versuchen, vom Gipfel auf Skiern abzufahren. Nein danke, nichts für mich – viel zu gefährlich.

Aufzeichnung: Max Stöger, "OÖ Krone"

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