So, 19. November 2017

Rekord vs. Verlust

21.07.2010 16:24

Besucherbilanz in Bädern ist so extrem wie Wetter

Dieser Sommer ist nicht nur beim Wetter extrem, sondern auch in der Bäderbilanz: So verbucht die Linz AG in den vier Bädern ein Plus von 47 Prozent und neue Besucherrekorde, während in anderen Teilen Oberösterreichs die Verluste aus dem verregneten Mai und Juni nicht mehr aufgeholt werden können. In Ried im Innkreis kamen im Wonnemonat statt 10.000 Gästen gar nur 500.

Ende Mai meldete die Linz AG (Parkbad, Hummelhof, Biesenfeld und Schörgenhub) noch ein Minus von 30 Prozent. Nach einer schönen Woche im Juni war das bereits wettgemacht – und pünktlich zu Schulschluss startete der Sommer durch. "Im letzten Jahr waren Mai und Juni auch schlecht, der Juli nur durchzogen", erinnert sich Karin Penn von der Linz AG an die Misere im Vorjahr. Heuer hingegen gab es am 11. Juli mit 4.641 Badenden im Parkbad sogar einen Besucherrekord.

Von solchen Ergebnissen kann man in anderen Bädern des Landes aber nur träumen. "Jetzt läuft es Gott sei Dank endlich. Aber wir können in zwei Wochen nicht aufholen, was wir durch die Wetterkapriolen über zwei Monate lang verloren haben", bedauert Andreas Kocir von Andis Cafe in Rindbach/Ebensee. Davon ist auch Bademeister Johann Spießberger vom Solarbad Altmünster – mit derzeit etwa 800 Besuchern am Tag – überzeugt. "Wenn die Seen noch kalt sind, kommen mehr Einheimische, später dann eher Touristen."

Noch trister sieht es im Freibad Ried im Innkreis aus. Betreiber Peter Geisböck: "Im Mai hatten wir statt 10.000 nur 500 Besucher, im Juni statt 30.000 auch nur 10.000. Dabei sind das normalerweise die besten Monate, weil die Leute noch nicht auf Urlaub sind und baden gehen." Das Welser Welldoradeo kommt mit 2.000 Besuchern am Tag ebenfalls nicht an den Spitzenwert von 4.000 heran, im Stadtbad Steyr werden jetzt täglich 1.000 Gäste gezählt – das sind immerhin doppelt so viele wie im Juni.

von Hedwig Savoy und David Fuchs, "OÖ Krone"

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