Fr, 24. November 2017

Liebe zu Alpendollar

21.07.2010 16:27

Landsleute haben noch 1,5 Milliarden Schilling gehortet

Die großen 500er- und 200er-Banknoten sind im Land ob der Enns beim täglichen Zahlungsverkehr wahre Ladenhüter. Sie werden auf Tankstellen nicht angenommen, sind in Geschäften verpönt. Wie sehr die Oberösterreicher noch immer an ihrem guten alten Schilling hängen, zeigen die aktuellen Zahlen: Etwa 1,5 Milliarden Schilling haben die Menschen im Land ob der Enns noch gehortet.

"Bei der Sparvereinsauszahlung bekam ich einen Fünfhunderter. Doch niemand wollte ihn annehmen. Ich musste ihn auf der Bank wechseln lassen", schildert Christa K. aus dem Bezirk Gmunden. Wie ihr geht es vielen Landsleuten: Trotz eines Annahmezwanges sind die großen Euro-Noten beim täglichen Bezahlen verpönt.

"Diese Stückelung war eine Entscheidung aller EU-Staaten. Wir denken aber noch in 10er-Einheiten. Der Zehn-Euro-Schein ist für uns der frühere Hunderter, der 100-Euro-Schein der ehemalige Tausender", erklärt Direktor Josef Kienbauer von der Nationalbank in Linz.

Große Tauschaktion im August
Ab 20. August startet in Linz wieder die einwöchige Euro-Tour quer durch Oberösterreich. Dabei haben alle Landsleute die Chance, ihre noch vorhandenen Schilling umzutauschen. So unglaublich es auch klingt: Neun Jahre nach Euro-Einführung sind im Land ob der Enns noch immer an die 1,5 Milliarden Alpendollar im Umlauf.

von Johannes Nöbauer, "OÖ Krone"

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