Mo, 22. Jänner 2018

Falsch ausgerichtet

20.07.2010 07:11

Muslime beteten monatelang gen Somalia statt Mekka

Die indonesischen Muslime haben seit Monaten irrtümlich gen Afrika gebetet. Am Montag gab die höchste religiöse Autorität des bevölkerungsreichsten muslimischen Landes der Welt, der indonesische Rat der Religionsgelehrten (MUI), zu, dass in einem im März von ihm herausgegebenen Edikt fälschlicherweise behauptet wurde, Mekka befände sich westlich von Indonesien. Mittlerweile wurden die Gläubigen angewiesen, ihre Gebete weiter nach Norden zu richten.

"Nach einer sorgfältigen Untersuchung durch einige Kosmologen und Astronomen kamen wir zu dem Schluss, dass sie Richtung Südsomalia und Kenia gebetet haben", sagte Ma'ruf Amin, ein prominentes Mitglied des Religionsgelehrtenrats.

"Allah hört ihre Gebete immer"
Die Gläubigen müssten sich aber keine Sorgen machen, dass ihre Gebete wegen des Kalkulationsfehlers nicht erhört worden seien. "Gott versteht, dass Menschen Fehler machen. Allah hört ihre Gebete immer", sagte Amin.

Regelmäßig Fatwas und Edikte
Indonesien ist eine säkulare Nation mit 240 Millionen Einwohnern, von denen 90 Prozent muslimisch sind. Der einflussreiche Rat der Religionsgelehrten veröffentlicht regelmäßig Fatwas und Edikte - einige davon, etwa die gegen das Rauchen und gegen Yoga, sind durchaus umstritten. Viele der gläubigen Muslime befolgen diese Erlasse aber, da es als Sünde gilt, sie zu missachten.

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