Mo, 18. Dezember 2017

"Wunsch des Landes"

18.07.2010 18:28

In Niederösterreich droht Kahlschlag bei Nebenbahnen

Aufs Abstellgleis droht ein Großteil der Nebenbahnen in Niederösterreich zu schlittern. Denn viele seien laut Experten "nicht zeitgemäß und kosten mehr als sie bringen". Ein internes Papier zeigt jetzt auf: Die ÖBB sollen noch möglichst viele Strecken sperren, bevor die Trassen ins Eigentum des Landes übergehen.

Bereits eingestellte Strecken werden nicht revitalisiert, noch bestehende von den ÖBB auf Wunsch des Landes zugesperrt – dieses Zukunftsszenario zeigt sich, wenn man ein der "Krone" vorliegendes internes Schreiben liest.

Antrag auf dauerhafte Betriebseinstellung
Darin steht, dass 28 Strecken in drei Tranchen übergeben werden sollen. Und: "Auf ausdrücklichen Wunsch des Landes Niederösterreich und der Növog erklärte sich die ÖBB-Infrastruktur bereit, für alle aufrechten Strecken des ersten und zweiten Verkaufspaketes den Antrag auf dauerhafte Betriebseinstellung einzubringen."

Das bedeutet, dass auf den schon lange nicht mehr betriebenen Strecken zwischen Göpfritz und Raabs, Siebenbrunn und Engelhartstetten, Breitstetten und Orth an der Donau, Weissenbach und Hainfeld sowie anderen Routen auch auf lange Sicht keine Pendlerzüge verkehren werden.

Mittlerweile will – besagt der Akt – das Land aber auch mehrere Strecken aus dem dritten Nebenbahnen-Paket, also von derzeit noch betriebenen Linien, durch die ÖBB schließen lassen. Momentan wird noch verhandelt.

von Lukas Lusetzky, Kronen Zeitung
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