Sa, 25. November 2017

Heftige Unwetter

16.07.2010 11:38

Schwere Schäden durch Blitzschlag, Überflutung, Muren

Die heftigen Unwetter haben am Donnerstagabend in Niederösterreich beträchtlichen Schaden angerichtet. Laut dem Landesfeuerwehrkommando wurden unter anderem Zugverbindungen und Straßen durch umgeknickte Bäume blockiert. 1.861 Feuerwehrleute standen im Einsatz.

In Kirchberg am Wagram (Bezirk Tulln) traten die Niederschläge derart heftig auf, dass ein Autolenker mit seinem Pkw in einer überfluteten Bahnunterführung stecken blieb und beinahe ertrunken wäre. Der Mann konnte sich selbst retten, sein Fahrzeug musste von der Feuerwehr geborgen werden.

Baum stürzt auf Gleiskörper
In Obernalb (Bezirk Hollabrunn) geriet durch Blitzschlag ein Einfamilienhaus in Brand. Drei Feuerwehren konnten verhindern, dass das Gebäude ausbrannte.

Eine Garnitur der Franz Josefs Bahn fuhr zwischen Kirchberg am Wagram und Engelmannsbrunn (Bezirk Tulln) auf einen Baum auf, der kurz zuvor auf den Gleiskörper gestürzt war. Verletzt wurde dabei niemand, auch die Lok blieb unbeschädigt.

Überflutung und Hangrutschung durch Wassermassen
In Fahrtrichtung Krems musste die S5 (Stockerauer Schnellstraße) wegen umgestürzter Bäume kurzfristig gesperrt werden. Mit Hilfe von Kettensägen beseitigten Feuerwehrkräfte die Hindernisse.

In Senftenberg bei Krems trat an einer Stelle der Kremsfluss über die Ufer. Um größere Überflutungen zu verhindern, legte die Feuerwehr Dutzende Sandsäcke auf. Zwischen Wolfpassing und St. Andrä-Wördern (Bezirk Tulln) gab es einen Hangrutsch.

Ortschaften nur mehr über Feldwege erreichbar
Laut Sicherheitsdirektion Niederösterreich war auch der Raum Pulkau im Bezirk Hollabrunn stark betroffen. Die B45 wurde bei Rafing überschwemmt und die L41 durch einen umgestürzten Baum blockiert.

Im Bezirk Waidhofen an der Thaya kam es in den Gemeinden Rappolz, Neuriegers, Unterpertholz und Wetzels zu Überflutungen und Fahrbahnschäden. Einige Ortschaften konnten nur über Feldwege und Umleitungen erreicht werden.

7,4 Millionen Euro Schaden durch Hagel
Weite Teile des Landes waren von Hagel betroffen, die schlimmsten Schäden gab es der Hagelversicherung zufolge. in den Bezirken Tulln und Hollabrunn (Bild). In den Bezirken Horn, Zwettl und Krems an der Donau gab es ebenfalls große Verluste, die entstandenen Schäden wurden von der Versicherung mit 7,4 Millionen Euro beziffert. Insgesamt seien 15.300 Hektar in Mitleidenschaft gezogen worden - vor allem Wein-, Getreide- und Maisanbauflächen.

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