Di, 21. November 2017

Für tot erklärt

15.07.2010 08:48

„Dass ich am Leben bin, wurde Wochen einfach ignoriert“

Totgesagte leben länger! Einen Monat ist eine putzmuntere Linzerin für einen Stromanbieter eine (Kartei-) Leiche gewesen. Erst jetzt entschuldigte sich der Leiter des Kundenservices der Linz AG telefonisch. "Das war ein menschlicher Fehler – aber wochenlang wurde ignoriert, dass ich am Leben bin", ärgert sich die 58-Jährige (Bild).

Die Arzthelferin und Mitarbeiterin beim Ärztenotdienst des Roten Kreuzes hatte eine Nachbarin als Sachwalterin betreut. Als diese am 28. Mai verstarb, wollte die 58-Jährige die Wohnung behalten und meldete das auch der Linz AG. "Doch wir hatten die Rechnung an die Verstorbene gerade rausgeschickt, haben von der Bank dann gleich die Meldung bekommen, dass die Kundin gestorben ist – das wurde dann mit dem Schreiben der Nachbarin verwechselt", bedauert Karin Penn, Sprecherin der Linz AG .

Dass Fehler passieren können, ist der 58-Jährogen klar, aber: "Ich hab, als ich das Schreiben, in dem ich totgesagt wurde, am 15. Juni bekommen habe, sofort ein Fax und eine E-Mail an die angegebenen Adressen der Linz AG geschickt, war dann zweimal selbst dort, um klarzustellen, dass ich gar nicht tot bin – doch das hat den Mitarbeiter nicht im Geringsten interessiert", ärgert sich die Linzerin. "Ein schweres Fehlverhalten eines Mitarbeiters", gibt sich Penn zerknirscht.

Kronen Zeitung

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