Sa, 18. November 2017

Ende des Albtraums

13.07.2010 11:13

Polanskis schöne Ehefrau erleichtert über Freilassung

Die Ehefrau des Regisseurs Roman Polanski, Emmanuelle Seigner, hat sich hocherfreut darüber gezeigt, dass ihr Mann nicht an die USA ausgeliefert wird und sich wieder frei bewegen kann. Es sei das Ende eines Albtraums für sie und ihre Kinder, die dieses Leiden nicht verdient hätten.

"Mit großer Freude habe ich von der Freilassung meines Mannes erfahren", erklärte die französische Sängerin und Schauspielerin am Montag. "Das ist für meine Kinder sowie für mich selbst das Ende eines Albtraums, der neun Monate gedauert hat."

Sie könne es kaum erwarten, wieder ein "normales Familienleben zu führen", sagte Seigner. Dies sei besonders wichtig für ihre Kinder, die "ein solches Leiden nicht verdient haben". Polanski und die 44-jährige Seigner sind seit elf Jahren verheiratet und haben zwei Kinder im Teenageralter.

Die Schweizer Regierung lehnte es am Montag ab, den 76-jährigen Polanski wegen des Falls an die USA auszuliefern. Zudem wurde dem Filmemacher eine elektronische Fessel abgenommen, die er seit Dezember im Hausarrest in seinem Schweizer Chalet tragen musste.

Fall beschäftigt Justiz seit über 30 Jahren
Polanski war am 26. September 2009 aufgrund eines US-Haftbefehls überraschend bei der Einreise in die Schweiz verhaftet worden. Gegen Zahlung einer Kaution und unter Auflagen wurde er am 4. Dezember 2009 in einen elektronisch überwachten Hausarrest in seinem Chalet in Gstaad "entlassen". Der 76-Jährige soll 1977 eine 13-Jährige bei einer Feier in Los Angeles mit Alkohol und Drogen gefügig gemacht und sexuell missbraucht haben. Das mittlerweile über 40-jährige Opfer meldete sich bereits mehrmals mit dem Wunsch zu Wort, das Verfahren solle eingestellt werden.

Polanski hatte 1977 die Tat gestanden und 42 Tage im Gefängnis verbracht. Vor Verkündung des Strafmaßes 1978 setzte er sich nach Europa ab und kehrte seitdem nie in die USA zurück. Er hatte gefürchtet, dass das Verfahren entgegen einer Übereinkunft mit der Anklage wieder aufgerollt wird.

Foto: Viennareport

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