Mo, 23. Oktober 2017

Einhausung auf A10

13.07.2010 10:49

Lösung für Lärmproblem in Zederhaus gesucht

"Die Verlegung der Autobahn in den Berg ist unser Traumziel", sagen die Zederhauser, die am Montagabend die neueste Studie zum Thema Lärmschutz von den Managern der Asfinag präsentiert bekommen haben. 67 Millionen Euro würde eine Einhausung am bisherigen Straßenverlauf kosten. Bei einer Verlegung in den Berg kämen noch einmal rund 70 Millionen Euro dazu. Zu teuer, sagt die Asfinag.

Mit der neuesten Machbarkeits-Studie im Gepäck reiste Asfinag-Manager Dipl. Ing. Alexander Walcher am Montag in Zederhaus an. Professor Heinz Brandl von der TU Wien hat jenen Rutschhang geotechnisch vermessen, unter dem die Tauernautobahn nach dem Wunsch der Zederhauser verschwinden soll.

"Technisch ist das natürlich machbar", räumt Alexander Walcher ein. "Aber die Verlegung in den Berg kostet rund doppelt so viel wie eine Einhausung am jetzigen Straßenverlauf." So müsste der geologisch schwierige Hang auf einer Länge von mehreren Hundert Metern mit eineinhalb Meter dicken Bohrpfählen gesichert werden, die bis zu 30 Meter tief in die Erde reichen. Dazu käme zusätzlich eine Wand, die mit Metallstäben im Hang verankert werden müsste. "Damit fielen Mehrkosten von rund 70 Millionen Euro an. Zu viel für den erreichbaren Zusatznutzen", sagt Walcher.

Künstlicher Tunnel als Alternative
Er möchte daher den Anrainern die Einhausung schmackhaft machen. "Damit können wir eine sehr gute Lösung für Zederhaus erreichen", ist Walcher überzeugt. Etwa 80 Prozent der eineinhalb Kilometer langen Strecke durchs Zentrum könnten völlig zugeschüttet werden. Zu sehen wären dann nur mehr etwa 300 Meter des künstlichen Tunnels.

Diese Vorschläge wurden bei der Bürgerinformation am Montagabend heiß diskutiert. Denn die Zederhauser sind der Meinung: "Eine Verlegung in den Berg wurde uns schon vom Minister versprochen."

von Gernot Huemer, Kronen Zeitung
Bild: Links der jetzige Verlauf, rechts die begrünte und zu 80 Prozent "unsichtbare" Überdachung.

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