Mo, 20. November 2017

Gefahr beim Baden

12.07.2010 08:06

Taucher und Schwimmer in Not - Tote und Verletzte

Ein 27-Jähriger ist am Sonntagabend beim Baden in einem See im Bezirk Urfahr-Umgebung ertrunken. Ein 16-jähriger Bursch aus Attnang-Puchheim, der – wie berichtet – bei einem Wehr mit seinem Freund (15) in einen Strudel geraten und unter Wasser gezogen worden war, ringt hingegen weiterhin mit dem Tod. Auch jener Pensionist (76), der in Feldkirchen an der Donau von seiner Gattin vorm Ertrinken gerettet worden war, ist weiter in Lebensgefahr.

Der 27-Jährige aus Neukirchen am Walde besuchte mit einer Reisegruppe ein Badezentrum in Feldkirchen. Am Nachmittag schwamm er alleine zu einer rund 30 Meter vom Ufer entfernten Plattform. Danach wurde er nicht mehr gesehen. Seine Freunde alarmierten die Wasserrettung. Taucher machten sich auf die Suche nach dem Vermissten. Am Abend fanden sie die Leiche des Mannes unterhalb der Plattform in etwa fünf Metern Tiefe. Reanimationsversuche blieben erfolglos.

Taucher außer Gefahr
Glimpflicher ging dagegen ein Tauchunfall von zwei Wienern (43 und 48) in 30 Metern Tiefe im Attersee aus. An Land bei mehr als 30 Grad Hitze im Schatten kaum vorstellbar – aber einem der Taucher vereiste unter Wasser beim "Kohlbauernaufsatz" sein Lungenautomat, wodurch der Mann nicht mehr atmen konnte. Der Notaufstieg aus 30 Metern war dann offenbar zu schnell und die Taucher schlugen am Ufer selbst Alarm. Sie wurden zur Sicherheit ins Spital gebracht, es besteht aber keine Lebensgefahr.

Jugendlicher kämpft um Leben
Das ist leider bei einem 16-Jährigen aus Attnang-Puchheim noch nicht der Fall. Der Zustand des Burschen ist weiterhin kritisch, nachdem er am Ufer der Ager eine Stunde lang reanimiert werden musste. Im Hochwasser führenden Fluss hatte er sich mit seinem Freund (15) über ein Wehr treiben lassen und war im Sog unter Wasser gezogen worden.

Der Strudel spuckte das Duo zwar wieder aus, aber der ältere Bursche war leblos, wurde von Freunden aus dem Wasser geholt und musste wiederbelebt werden.

In Unterach endete ein Badeunfall tödlich. Ein Urlauber-Paar (77 und 78 Jahre alt) war im Attersee schwimmen, als der Pensionist versank. Taucher bargen die Leiche.

Kritischer Zustand
Wiederbelebt wurde dagegen ein 76-Jähriger aus Puchenau, der im Badesee 2 in Feldkirchen an der Donau untergegangen war. "Es war eine perfekte Rettungskette und engagierte Ersthelfer waren vor Ort", so Adolf Buchgeher von der Wasserrettung. Das Opfer liegt bei den Barmherzigen Brüdern in Linz auf der Intensivstation – Zustand kritisch.

Sonntag dann der nächste Badeunfall: Beim Traunfall in Roitham hatte sich eine Wienerin (29) das Bein gebrochen und saß auf einer Insel fest. Ein Rettungshelikopter barg die Verletzte per Tau (Bild).

Falscher Alarm
Einige Sucheinsätze lösten sich zum Glück in Luft auf. So tauchten am Pleschingersee in Steyregg ein vermisster Neunjähriger und am Attersee ein abgängiger Schwimmer (32) nach einer Weile heil an Land wieder auf.

von Kronen Zeitung und ooe.krone.at
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden