Do, 23. November 2017

Kein Pfefferspray

06.07.2010 09:51

Linzer Stadtwache wird unbewaffnet bleiben

Seit Montag ist es beschlossen: Die 18 neuen Linzer Ordnungswächter treten am 1. September ohne Pfefferspray und andere zusätzliche Bewaffnung ihren Dienst im Stadtgebiet an. SPÖ und Grüne setzten sich in dieser zuletzt heiß diskutierten Frage in einer Abstimmung im Sicherheitsausschuss gegen die Stimmen von FPÖ und ÖVP durch.

"Diese Truppe ist keine paramilitärische Stadtwache, sondern eine mobile Anlaufstelle für die Bürger, die Beschwerden und Missstände weiterleitet und damit vor allem zu Ordnung und Sauberkeit in der Stadt beiträgt. Dafür braucht es keinerlei Waffen", betonte SPÖ-Gemeinderat Franz Leidenmühler.

Die ÖVP kann diese Entscheidung nicht verstehen: "Damit verdammt man die Stadtwache endgültig zum Zuschauen", so Gemeinderat Markus Spanring. Zumindest wird der Ordnungsdienst mit Digitalkameras ausgestattet. "Ihr Einsatz dient der Dokumentation und der Beweissicherung", erklärte FPÖ-Sicherheitsstadtrat Detlef Wimmer.

Unzufriedenheit bei Ausbildung
Doch die Ausrüstung ist nicht der einzige Punkt, bei dem zuletzt noch Unklarheit herrschte. Auch der Umfang der für August geplanten Ausbildung der Mitarbeiter bereitet Markus Spanring Kopfzerbrechen: "In Anbetracht des Ausmaßes der Ausbildung in Graz, wo insgesamt 265 Einheiten am Programm standen, erscheint mir der in Linz geplante Ausbildungsplan doch sehr gestrafft. Dabei kann diese Phase sowohl Erfolgsgarantie als auch Todesurteil zugleich für die künftige Stadtwache sein."

von Jürgen Affenzeller, "OÖ Krone"

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