Mo, 20. November 2017

Zwölf Jahre tot

05.07.2010 09:15

Verwirrter Witwer löst Suchaktion nach Gattin aus

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften hat am Sonntagabend im Raum Berchtesgaden rund eineinhalb Stunden lang nach einer Frau gesucht. Ein 74-jähriger Kurgast aus Duisburg hatte angegeben, seine Gattin sei in die Ramsauer Ache gestürzt und abgetrieben worden. Ermittlungen ergaben dann, dass der Mann unter psychischen Problemen leidet und seine Frau bereits vor zwölf Jahren verstarb.

Gegen 19 Uhr bat der 74-jährige Kurgast aus Duisburg einen Verkehrsteilnehmer, einen Notruf abzusetzen. Er gab an, dass seine Frau an der Gmundbrücke in Berchtesgaden in die Ramsauer Ache gestürzt sei. Der Passant verständigte die Polizei, die Leitstelle Traunstein mobilisierte daraufhin ein Großaufgebot an Einsatzkräften.

Suchaktion in Bayern und Salzburg
Der Kurgast hatte angegeben, dass seine Frau auf einem Holzsteg ausgerutscht und in die Ache gefallen sei. Er habe sie noch herausziehen wollen, aber nicht mehr erreichen können, da sie abgetrieben worden sei. Bayerische und österreichische Feuerwehren, Wasserwacht, der Rettungsdienst des Roten Kreuzes und die Polizei suchten die Berchtesgadener Ache ab, wobei Fußtrupps, Schlauchboote und zwei Hubschrauber eingesetzt wurden.

Der Duisburger wurde in der Zwischenzeit vom Roten Kreuz medizinisch versorgt. Da nach und nach der Eindruck entstand, dass der Mann psychische Probleme hat und die Angaben nicht mehr glaubwürdig erschienen, wurde die Polizei hinzugezogen.

Paar hatte in Berchtesgaden geheiratet
Ermittlungen in Duisburg ergaben, dass die vermeintlich in die Ache gestürzte Ehefrau bereits vor zwölf Jahren gestorben ist und der Mann in Duisburg alleine lebt. In Berchtesgaden hatte das Paar vor Jahrzehnten Hochzeit gefeiert. Nach Rücksprache mit der behandelnden Ärztin in Duisburg und dem Berchtesgadener Notarzt wurde der 74-Jährige zur weiteren Behandlung in das Inn-Salzach-Klinikum Freilassing gebracht.

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