Fr, 24. November 2017

Auch Morzg bleibt

03.07.2010 12:45

Zusperren der Post in Adnet ist jetzt offiziell verboten

"Es zahlt sich doch aus, wenn man sich wehrt", lacht Bürgermeister Wolfgang Auer aus Adnet. Die Postmanager wollten in seiner Gemeinde die Filiale zusperren – und bekamen jetzt ein offizielles Verbot! Denn die Regulierungsbehörde gab den Protesten aus dem Tennengau recht und untersagte kurzerhand die Schließung.

"Ich habe es am Mittwoch erfahren", erzählt Auer. "Da landete die Mitteilung vom Postregulator auf meinem Schreibtisch." Die Vorgeschichte: In Adnet brach ein Sturm der Entrüstung los, als die Zusperrpläne fürs Postamt aufflogen. "Das widersprach allen Vereinbarungen. Wir haben unser neues Gemeindezentrum nur gebaut, weil die Post im gemeinsamen Gebäude alle Räume brauchte und wir dort nicht erweitern konnten – kurz darauf galt alles nicht mehr", weiß Auer.

Auch Morzg bleibt
Er bekam Hilfe aus Krispl: Dort ist die Post schon zu, die Gemeinde wird von Adnet aus mitbetreut – die Krispler hätten bei einer Schließung fast 18 Kilometer zur nächsten Post nach Hallein fahren müssen! Die Argumente überzeugten: Das Postamt in Adnet bleibt vorerst erhalten. "Und auch in Salzburg-Morzg ist die Schließung vorerst abgesagt", erklärt Postgewerkschafter Kurt Friedl.

Am Freitag legten die Postmanager aber erneut eine "Zusperr-Liste" vor (Friedl: "Die siebte in kurzer Zeit"). Bei 25 Ämtern in ganz Österreich wird die Schließung beantragt. In Salzburg sind Faistenau und Puch betroffen – in beiden Orten schon der zweite Anlauf.

von Robert Redtenbacher, Kronen Zeitung

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