Mi, 13. Dezember 2017

Grausame Bluttat

03.07.2010 10:39

Salzburger soll in Wien Ex-Freundin erstochen haben

In Wien-Hietzing soll ein gebürtiger Salzburger seine 21-jährige Ex-Freundin auf grausamste Weise umgebracht haben. Der verdächtige Jusstudent – er befindet sich in einer Drogenersatztherapie - soll die junge Frau mit einem Küchenmesser erstochen, zerstückelt und danach im Hausmüll entsorgt haben. Der Verdächtige bestritt die Tat vorerst, legte am Sonntag jedoch ein Teilgeständnis ab.

"Meine Nichte Stefanie geht seit Tagen nicht ans Telefon. Und da ihr Ex-Freund ein aggressiver Kerl ist, befürchte ich Schlimmes", so schlug der Onkel der 21-Jährigen aus Wien-Döbling am Freitag Alarm. Die Polizei reagierte sofort – doch es war schon zu spät!

Denn als die Kriminalisten die Wohnung des Studenten stürmten, fanden sie nur noch jede Menge Blutspuren, den völlig verwirrten Verdächtigen, sowie dessen 37-jährigen Freund in der Genossenschaftswohnung.

Leichenteile im Müllraum
"Dem Bekannten gegenüber hat der Student die Bluttat gestanden", so Polizei-Pressesprecher Roman Hahslinger, bei der späteren Einvernahme durch die Beamten bestritt er den Mord jedoch. Bis Sonntag blieb der Verdächtige standhaft, dann legte er ein Teilgeständnis ab. Er bezeichnete die ihm angelastete Tat laut Polizei als "bedauerlichen Unfall", die Tötungsabsicht leugnete er nach wie vor.

Die Leichenteile entdeckten die Ermittler schließlich im Müllraum. Weshalb der gebürtige Salzburger die junge Wienerin erstochen haben soll, ist unklar. Fakt ist: Schon am Donnerstag herrschten Afrika-Temperaturen in Wien – und der süchtige Student befand sich in einem sogenannten Drogenersatzprogramm.

Noch im Vorjahr "braver Student" in Salzburg
Laut Recherchen in der Salzburger Studentenszene soll der Verdächtige noch im vergangen Jahr als "braver Jusstudent" einer der Spitzenkandidaten des Rings Freiheitlicher Studenten (RFS) in Salzburg gewesen sein. Möglicherweise stehen der plötzliche Studienwechsel, der Umzug nach Wien und das schnelle Ende einer großen Liebe in tragischem Zusammenhang.

von Christoph Matzl, Sabine Salzmann (Kronen Zeitung) und krone.at

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