Fr, 20. Oktober 2017

Aus für 'Kaiser' & Co.

03.07.2010 10:21

Brauerei in Kaltenhausen setzt auf neue Strategien

20 Millionen Liter Bier sind zuletzt in Kaltenhausen gebraut worden. Doch den Traditionssorten "Kaiser" oder "Edelweiss" werden hier bald keine Schaumkronen mehr aufgesetzt. Ihre Produktion wandert nach Wieselburg (Niederösterreich) und Zipf (Oberösterreich) ab. Das neue Motto der Tennengauer Brauer: "Von der Menge zur Spezialität."

"Seit 1475 wird in Kaltenhausen ununterbrochen Bier gebraut. Und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern!" Befürchtungen, die Bierproduktion würde demnächst vielleicht ganz eingestellt, weist Braumeister Günther Seeleitner im "Krone"-Gespräch entschieden zurück.

Jamie Oliver der Braukunst soll kommen
Im Gegenteil. "Wir wollen eine ganze Palette neuer Biersorten auf den Markt bringen. Kreativ arbeiten mit Chili und Schokolade." Aber auch an fruchtigen Varianten wie Bananen-, Erdbeer- oder Himbeerbier wird bereits getüftelt.

"Es wird ein junger Brauer kommen, der unter meiner Leitung die neuen Biere produzieren soll. Einer mit vielen neuen sensationellen Ideen. Sozusagen ein Jamie Oliver der Braukunst", ist Seeleitner euphorisch. Wer dieser Bier-Innovator sein wird, will er aber noch nicht verraten, weil "die Konkurrenz schläft nicht…"

Seminarzentrum um eine Million Euro
Gleichzeitig soll ab Sommer 2011 in Kaltenhausen ein großes Ausbildungs- und Seminarzentrum rund ums Bier entstehen, wo man zum Beispiel die Qualifikation zum Bier-Sommelier erwerben kann. Für Stammtischrunden wird die Möglichkeit geschaffen, ihr ganz persönliches Bier mit individueller Geschmacksnote zu brauen. Kosten der ersten Ausbaustufe: eine Million Euro.

Braumeister Günther Seeleitner abschließend: "Kaltenhausen soll eine Pilgerstätte für Bierliebhaber werden. Wir wollen Salzburgs Anziehungskraft nutzen und inmitten der Tourismusregion eine neue Attraktion schaffen, die es in dieser Form noch nirgendwo gibt."

von Manfred Heininger, Kronen Zeitung

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