So, 19. November 2017

Finger abgebissen

02.07.2010 13:02

„Problem-Esel“ bekommt in NÖ neues Zuhause

Ein Esel, der Donnerstag früh einen 65-Jährigen in Kärnten gebissen und schwer verletzt hat, bekommt in Niederösterreich ein neues Zuhause. Das aggressive Langohr hätte eigentlich aufgrund der Attacke geschlachtet werden sollen, der Verein Animal Spirit rettete "Blacky" und besorgte ihm einen Platz auf den Gnadenhof Hendlberg in Laaben (Bezirk St. Pölten-Land).

Das Tier schnappte auf der eingezäunten Weide des Bauernhofes des Pensionisten in St. Michael (Kärnten) zu, der Mann verlor dabei einen Teil seines linken kleinen Fingers. Ein Nachbar, der die Szene beobachtete, zögerte nicht und fuhr mit seinem Auto gegen den Zaun, um den Esel zu vertreiben. Als das wild gewordene Tier noch immer nicht von seinem Opfer ablassen wollte, ergriff der Nachbar einen Holzpflock und schlug den Esel in die Flucht. Das Tier sei danach kurz bewusstlos gewesen, so der Anrainer. Der 65-Jährige erlitt bei der Attacke auch Bissverletzungen am Rücken, an der Hand und am Oberschenkel. Der Schwerverletzte wurde von der Rettung ins Unfallkrankenhaus Klagenfurt gebracht.

Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann von Animal Spirit, kaufte einem Fleischhauer das Langohr ab, wird es am Wochenende aus Kärnten holen, kastrieren und in sein „Exil“ bringen. „Ich glaube nämlich nicht, dass er grundsätzlich aggressiv ist, sondern eben nur seine Stuten verteidigen wollte. Sobald er kastriert ist, sollte sich dieses Problem von selber erledigen. Ich persönlich habe jedenfalls noch nie einen "aggressiven" Esel erlebt, aber in der Paarungszeit laufen die Uhren eben manchmal anders", so der Veterinär.

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