Sa, 18. November 2017

„Why not Peace?“

02.07.2010 12:04

Interkulturelles Jugendcamp findet im Waldviertel statt

Bereits zum achten Mal wird die Ortschaft Reibers im Waldviertel im Juli zu einem Begegnungszentrum für junge Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen, die sich mit Konfliktbewältigung und Friedensarbeit befassen. Unter dem Motto "why not peace?" beginnt am Sonntag ein zehntägiges "Peacecamp", das jüdische und arabische Jugendliche aus Israel mit Gleichaltrigen aus Ungarn und Österreich zusammenführt.

Im Rahmen des von der Wiener Psychotherapeutin Evelyn Böhmer-Laufer und dem "Verein zur Förderung der politischen Mündigkeit" initiierten und betreuten Projekts sollen die Mitglieder der vier Gruppen von je neun Jugendlichen ihrer kulturellen, religiösen, nationalen, politischen und persönlichen Vielfalt Ausdruck geben.

Zum Abschluss sollen die Präsentationen "Reibers4peace" am 12. Juli in Reibers und "show4peace" am 13. Juli im Wiener Museumsquartier (im Beisein der Botschafter Ungarns und Israels, István Horváth und Aviv Aharon Shir-On) einem größeren Publikum vor Augen führen, was die jungen "Botschafter des Friedens" in ihrem Bemühen um das Miteinander geleistet haben. Alle haben sich nach Angaben der Veranstalter intensiv auf das Treffen im Waldviertel vorbereitet. Sie bringen individuelle "Family Alben" mit einer Dokumentation der jeweiligen persönlichen Familiengeschichte mit und haben sich mit zeitgeschichtlichen Themen auseinandergesetzt, wie der Shoah, dem Palästina-Konflikt aus jüdischer und arabischer Sicht, dem Fall des Eisernen Vorhangs und der Entwicklung der Europäischen Union.

Eine multikulturelle Künstlergruppe wird mit den Jugendlichen eine Show aufführen, die ihre Lebens- und Kulturgeschichten veranschaulicht. Sie wollen Ausdrucksmittel entwickeln, um Sprachbarrieren zu überwinden und ihre kulturellen und nationalen Besonderheiten zu kommunizieren, wie Böhmer-Laufer hervorhebt.

Bei einem Fußmarsch zum ehemaligen Eisernen Vorhang an der Grenze zu Tschechien werden die "Peacecamp"-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer mit den Menschen, denen sie begegnen, in einen Dialog treten. Eine psychologisch angeleitete Selbsterfahrungsgruppe soll das Erlebte einer Aufarbeitung zugänglich machen und dazu beitragen, Konflikte in Worte zu fassen und nach gewaltfreien Lösungen zu suchen. In Reibers soll auch ein "Friedensbaum" gepflanzt werden. Eines der Hauptanliegen der Peacecamps ist es, Strategien gegen Ausländerfeindlichkeit und interkulturelle Konflikte zu entwerfen.

Symbolbild

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