Di, 21. November 2017

Protest gegen S8

02.07.2010 11:03

WWF ortet Gefahren für Umwelt und „Geldvernichtung“

Nach der Kundgebung am Donnerstag (siehe Infobox) für einen raschen Bau der Marchfeld-Schnellstraße (S8) hat der WWF am Freitag gegen das Projekt Stellung bezogen und es als "sinnlose Geldvernichtung" bezeichnet. "Die S8 würde wie ein Messer durch die wertvollen Natura-2000-Gebiete schneiden und einen zukünftigen Nationalpark March-Thaya-Auen gefährden", warnte Naturschutzexperte Gerhard Egger.

Der Umweltschützer forderte daher den Einspruch von Umweltminister Niki Berlakovich (ÖVP) gegen das Projekt. Die neue Straße, die insgesamt 34 Kilometer lang ist, soll Wien mit Bratislava verbinden und würde rund 600 Millionen Euro kosten, wurde auf den "horrenden" Schuldenberg der Asfinag verwiesen. Trotz der schon bestehenden Autobahnverbindung (A6) in nur 20 Kilometern Entfernung halte Infrastrukturministerin Doris Bures (SPÖ) am Straßenbau fest, hieß es. Der Spatenstich soll 2011 erfolgen.

Die S8 würde eine zusätzliche Verkehrsbelastung in die Region bringen, kostengünstigere und umweltfreundlichere Varianten wären aus Sicht des WWF Ortsumfahrungen und der Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Durch das Straßenprojekt betroffen wäre die Vielfalt des Lebens von mehr als 500 gefährdeten Tier- und Pflanzenarten. Die March-Thaya-Auen und ihre unmittelbare Umgebung seien ein Hort der biologischen Vielfalt von europäischer Bedeutung, schlug die Naturschutzorganisation die Schaffung eines Nationalparks oder Biosphärenparks vor.

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