Sa, 16. Dezember 2017

Tankstelle in Brand

29.06.2010 15:54

Tirol: Salzburger rast auf Autobahn in Zapfsäule - 2 Tote

Ein spektakulärer Verkehrsunfall auf der Brennerautobahn (A13) bei Matreiwald im Tiroler Bezirk Innsbruck-Land hat am Dienstag zwei Todesopfer gefordert. Der Fahrer eines Autos mit Salzburger Kennzeichen war am Nachmittag ungebremst in eine Tankstelle gerast und wurde beim Crash getötet. Ein 54-jähriger Japaner, der gerade mit zwei weiteren Mitfahrern sein Fahrzeug betankt hatte, erlag Stunden später in der Klinik Innsbruck seinen schweren Verletzungen.

Zu dem Unfall kam es kurz nach 14 Uhr. Die Tankstelle Matreiwald befindet sich unmittelbar neben der Autobahn im Ortsgebiet von Mühlbachl. Am Nachmittag waren Brandexperten des Landeskriminalamtes an Ort und Stelle, um den Hergang zu klären. Es kommen mehrere Ursachen in Frage: Es besteht die Möglichkeit, dass der Lenker hinterm Steuer gesundheitliche Probleme bekam oder kurz unaufmerksam war, aber auch ein technischer Defekt am Fahrzeug kann nicht ausgeschlossen werden.

Dass es bei dem Unfall nicht zu einer riesigen Explosion kam, ist einem speziellen Sicherheitssystem an Tankstellen zu verdanken. Wenn eine Zapfsäule beschädigt wird oder eine Leitung reißt, wird sofort die Verbindung zu den unterirdischen Tanks gekappt. Das geschah auch in diesem Fall, deshalb kam es lediglich zu einem oberflächlichen Brand, erklärte der Betriebsleiter der Tankstelle.

Mitarbeiter der Tankstelle leisteten Erste Hilfe

Das Unfallfahrzeug brannte vollständig aus und im Shop entstand erheblicher Sachschaden. Durch die große Hitze wurden sogar Metallteile der Verkleidung verformt. Auch die Tankstellenbediensteten dürften mit ihrer Geistesgegenwart Schlimmeres verhindert haben. Sie leisteten Erste Hilfe und schalteten sofort den Strom der Tankstelle ab.

Im Einsatz standen die Feuerwehren Matrei am Brenner, Mühlbachl, Schönberg und Steinach am Brenner sowie die Einsatzkräfte des Roten Kreuzes Innsbruck-Land und Innsbruck-Stadt und auch der Notarzthubschrauber Christophorus 1. Zudem wurde das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes alarmiert, das sich um einige Bedienstete der Raststätte kümmern musste.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden