Di, 21. November 2017

Apple in Kritik

28.06.2010 12:32

Deutsche Regierung will Einblick in iPhone-Datenbank

Die deutsche Regierung verlangt vom iPhone-Hersteller Apple mehr Transparenz beim Datenschutz und einen Einblick in die firmeneigenen Datenbanken. Der US-Konzern müsse sofort offenlegen, welche Daten erfasst, wie lange sie gespeichert und wofür sie verwendet würden, sagte Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger dem Magazin "Spiegel".

Im Bezug auf die neue und umstrittene Datenschutzrichtlinie sagte sie, es sei undenkbar, wenn Apple tatsächlich Persönlichkeits- oder gar Bewegungsprofile seiner Nutzer erstelle. "Ich erwarte, dass Apple deutschen Datenschützern Einblick in die Datenbanken gewährt." Ein Apple-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren.

Apple hatte vor kurzem eine neue Richtlinie veröffentlicht. Darin nimmt der Computer- und Unterhaltungselektronik-Hersteller unter anderem für sich in Anspruch, in Echtzeit anonymisierte Daten zur Standortbestimmung erheben zu dürfen. Experten haben die Regelung scharf kritisiert.

Auch der rot-grüne Präsidentschaftskandidat Joachim Gauck forderte, die Speicherung persönlicher Daten durch Unternehmen einzuschränken. "Ich denke, dass der Staat hier in seiner Schutzfunktion gefordert ist", sagte Gauck dem "Hamburger Abendblatt". "Wer soziale Netzwerke nutzt, sollte wissen, was mit seinen persönlichen Daten geschieht." Vor Apple waren bereits Internet-Unternehmen wie Facebook wegen der Speicherung von Nutzerdaten in die Kritik geraten.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden