Mi, 24. Jänner 2018

Minus 23 Prozent

26.06.2010 10:42

Weniger Einbrüche und Unfälle dank König Fußball

Die TV-Anstalten fahren mit dem WM-Programm Rekordquoten ein, gleichzeitig freuen sich die Blaulichtorganisationen wie Rettung, Feuerwehr und vor allem Polizei, dass zumindest während der Übertragungen weniger los ist. Offensichtlich machen sogar die Gauner Pause, wenn König Fußball wieder die Welt regiert.

In der Woche von 11. Juni bis 18. Juni 2009 wurden in Oberösterreich insgesamt 1.586 Anzeigen erstattet, die gerichtsrelevante Tatbestände betrafen. In der vergangenen Woche  waren es nur 1.217 Anzeigen, erklärt Bruno Guttmann, Leiter des Fachbereichs Informationsmanagement im Landespolizeikommando. Also um 23 Prozent weniger! Dennoch ist Guttmann skeptisch: "Aus unserer Sicht ist kein gravierender Unterschied feststellbar."

Den Beamten in den Polizeiinspektionen fällt jedoch schon ein massiver Unterschied auf. So gibt es weniger Einbrüche und weniger Diebstähle, so lange im Fernsehen die WM läuft. Diese Verbrechen werden sehr oft von  Kriminaltouristen begangen. Wenn ihre Herkunftsländer nicht mehr mitspielen, werden auch die Delikte wieder zunehmen. Doch nur langsam: So lange die Weltmeisterschaft in Südafrika andauert, sind auch mehr Bewohner abends zuhause vor der "Glotze".

Unfallrisiko sinkt
Tatsächlich wirkt sich die Begeisterung für den Fußball aber auch auf einem anderen Sektor aus. Die Bezirksstellen des Roten Kreuzes machen bei jedem WM-Abend die selbe Erfahrung: Schon eine halbe Stunde vor dem Anpfiff werden die unfallbedingten Einsätze meist drastisch weniger.

Ähnlich sieht es bei den Feuerwehren aus. Die kollektive Begeisterung  fürs runde Leder sorgt auch dort meist für ruhige, einsatzfreie Abende.

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