So, 19. November 2017

Live in Wien

24.06.2010 09:32

Rise Against feiern ausgelassene Party in der Arena

Was wäre eine Sommerparty ohne den dazugehörigen Schuss Punkrock? Gar nichts! Das müssen sich zumindest die rund 3.000 Anwesenden in der komplett ausverkauften Arena Wien gedacht haben. Denn wenn sich das Konzert von Rise Against am Mittwochabend in einem Wort zusammenfassen lässt, dann ist es dieses: Party!

Für die ausgelassene Stimmung verantwortlich war dabei jedoch sicherlich nicht ausschließlich die mitreißende Mixtur aus Punkrock und Hardcore, die dem Publikum an diesem Abend kredenzt wurde. Auch das Wetter spielte endlich einmal mit und ließ das Open Air nach Wochen des Regens zu einem – ziemlich frei nach Shakespeare - lauen Sommernachtstraum werden.

Schon die Vorgruppe Red Lights Flash konnte sichtlich davon profitieren: Nicht nur das übliche Pogo-Getanze, auch Mitklatschen bis in die hinteren Reihen war bei der Grazer Band angesagt. Ihr mit viel Melodie gewürzter Sound, irgendwo an der Schnittstelle zwischen dem Headliner des Abends und Boy Sets Fire, sorgte jedenfalls für ersten Jubel.

Dieser fiel natürlich noch etwas lauter aus, als Rise Against rund um Frontmann Tim McIlrath die Bühne der Open-Air-Arena enterten und mit "Collapse" sowie "State of the Union" schon gleich zu Beginn des Sets richtig Gas gaben. Bereits zu diesem Zeitpunkt zeigte sich, dass die Fans in Feierlaune waren. Kaum einer, der nicht hüpfte, grölte, mitsang. Dass das Publikum – wie bei Punkrock-Events ja üblich – zu einem guten Teil dem Schulalter noch nicht entwachsen und dementsprechend schon in Vorfreude auf die Sommerferien war, konnte dabei nur hilfreich sein.

Rise Against dankten es den Anwesenden jedenfalls mit einer souveränen musikalischen Darbietung und viel körperlichem Einsatz. Besonders Sänger McIlrath hüpfte wie wild geworden auf der Bühne umher, ließ sein Mikro am Kabel wie einen Morgenstern kreisen und freute sich sichtlich über das gut aufgelegte Party-Volk zu seinen Füßen. Bei dem bedankte er sich dann auch mehrmals artig, inklusive der Beteuerung, dass die Arena wohl eine seiner absoluten Lieblingsspielstätten auf der ganzen Welt sei. So geschmeichelt legten sich die Leute natürlich noch einmal extra ins Zeug und sprangen und tanzten, bis die Band zum ersten Mal von der Bühne ging.

Zur Zugabe ließ sich die Band aus Chicago dann nicht lange bitten und setzte das Konzert mit einem echten Höhepunkt fort: Die schwermütige Akustik-Nummer "Swing Life Away" ließ McIlrath ganz ohne seine Kollegen im Scheinwerferlicht glänzen. Schön!

Als im Anschluss noch der junge Robert aus dem Publikum den Song "Behind Closed Doors" mit der Band zum Besten geben durfte, war wohl auch der letzte Besucher von der sympathischen Ausstrahlung der Punkrocker eingenommen. Dementsprechend donnernd fiel dann auch das Finale aus: die Hymne "Ready to Fall", gesungen von 3.000 begeisterten Anwesenden. Dann hieß es aber ab nach Hause – schließlich ist das Schuljahr noch nicht vorbei.

von Stefan Taferner
Fotos: Andreas Graf

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