Sa, 18. November 2017

Kindergarten-Zwist

23.06.2010 16:15

Eltern lassen Kinder ob „Zickenkrieges“ einfach zuhause

Eine Kindergruppe ohne Kinder – in Göstling (Bezirk Scheibbs) ist dies durch erboste Eltern für zwei Tage zur Realität geworden. "Damit protestierten wir gegen die Leiterin, weil sie Betreuerinnen regelrecht mobbt", sagt eine Mutter. Bürgermeister Franz Heigl findet noch drastischere Worte: "Im Kindergarten tobt ein Zickenkrieg!"

Dicke Luft soll seit Längerem im Kindergarten des bekannten Skiortes am Fuße des Hochkars herrschen. Bereits mehrere Pädagoginnen habe die Leiterin "im Laufe der Jahre weggemobbt", berichten Zeugen. Eine Mutter: "Eine Betreuerin erlitt heuer nach einem Streit einen Nervenzusammenbruch und benötigt seither therapeutische Hilfe." Nach diesem Vorfall kam es zum offenen Protest: Viele Kinder wurden zwei Tage nicht in den Kindergarten geschickt. Außerdem gab es Beschwerden bei den Behörden. "Man hat uns Maßnahmen zugesagt, dann haben wir nichts mehr gehört", so eine Sprecherin.

Behörde überprüft alle Fälle
Dass es in dem Kindergarten ungewöhnlich oft Personalwechsel gibt, weiß auch Renate Steger. Die Chefin der verantwortlichen Landesabteilung bestätigt: "Wir überprüfen diese Fälle." An der pädagogischen Leistung der Leiterin sei aber nichts auszusetzen, betont Steger. Betroffene Eltern fordern jedoch Konsequenzen: "Ehe unsere Kleinen unter dem Betriebsklima zu leiden haben." Die angegriffene Direktorin beschreibt die Stimmung im Kindergarten ganz anders: "Es geht uns gut!"

Ortschef Franz Heigl will sich "in diesen Zickenkrieg zwischen Landesbediensteten nicht einmischen". Für Herbst seien ohnehin personelle Änderungen angesagt.

von Christoph Weisgram, Kronen Zeitung
Symbolbild

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