Do, 14. Dezember 2017

Keine Eile in Monaco

24.06.2010 10:10

Fürst Albert kündigt an: "Hochzeit im nächsten Sommer"

Der frisch verlobte Fürst Albert II. von Monaco und seine zwanzig Jahre jüngere Auserwählte Charlene Wittstock wollen sich mit dem Gang vor den Traualtar noch rund ein Jahr Zeit lassen.

"Die Hochzeit wird nächsten Sommer stattfinden", kündigt der 52-Jährige in einem Exklusivinterview der Tageszeitung "Nice-Matin" an. Einen konkreten Termin verriet er allerdings noch nicht.

Zur Verlobung mit der 20 Jahre jüngeren Südafrikanerin meinte Albert: "Ich weiß, dass die monegassische Bevölkerung lange auf diesen Moment gewartet hat. Heute will ich meine Freude mit ihr teilen." Von den Menschen im Fürstentum wünsche er sich, dass sie seine zukünftige Ehefrau mit Wohlwollen aufnehmen. Charlene liebe Monaco und kenne es bereits sehr gut. Sie sei eine Frau von großer Sensibilität und Offenheit gegenüber anderen, sagte Albert, der lange als hartnäckiger Junggeselle galt.

Das Fürstenhaus an der Cote d'Azur hatte am Mittwoch offiziell die Verlobung des Paares bekannt gegeben. Über eine bevorstehende Vermählung war schon lange spekuliert worden. Zuletzt hatten die Gerüchte am Wochenende neue Nahrung bekommen. Da hatte der Fürst der Grimaldi-Dynastie die frühere Profi-Schwimmerin mit zur Traumhochzeit von Schwedens Kronprinzessin Victoria genommen.

Verfassung bereits geändert
Die gut 7.000 Einwohner des Ministaates dürften besonders froh darüber sein, dass der Fürst nun doch noch heiratet. Sie hoffen, dass Charlene wieder Glanz und Gloria nach Monaco bringt - und dem Fürsten einen Thronfolger schenkt. Das Parlament hatte bereits Zweifel, dass das geschieht, und änderte schon im Jahr 2002 die Verfassung, so dass auch ein Sohn seiner Schwestern den Thron besteigen könnte.

Die Verfassungsänderung wurde eingeleitet, weil Monaco an Frankreich zurückfällt, sollte ein Thronfolger fehlen. Und das hätte passieren können, obwohl Albert bereits zwei Kinder hat. 2006 erkannte er die Vaterschaft für die 14-jährige Amerikanerin Jazmin Grace Rotolo an. Ein Jahr zuvor hatte er sich zu seinem Sohn Alexandre bekannt, den er mit der Togoerin Nicole Coste hat. Die Erbfolge der Grimaldi-Dynastie ändert sich dadurch nicht, gemäß monegassischer Verfassung haben nur eheliche Kinder ein Anrecht auf das erzkatholische Fürstentum.

Rückkehr der Romantik
Die Sehnsucht in Monaco nach der Rückkehr von Romantik und Prominenz ist groß. Seit Albert nach dem Tod seines charismatischen Vaters Prinz Rainier III. vor drei Jahren die Herrschaft übernahm, regiert Nüchternheit. Der freundliche, schüchtern wirkende Albert verabscheut schrille Töne. Und er will den einstigen Operettenstaat zum Vorbild im Umweltschutz machen und vom Makel der raffgierigen Steueroase befreien.

Der passionierte Bobfahrer, der an drei Olympischen Winterspielen teilnahm, reiste 2006 mit dem Schlitten zum Nordpol, um die Öffentlichkeit auf die Eisschmelze aufmerksam zu machen. Zu seinen ersten Amtshandlungen gehörte die Ratifizierung des Kyoto-Protokolls. Die Regierung von Monaco stieg unter seiner Regentschaft auf Elektro-und Hybridfahrzeuge um. Am Formel-1-Rennen durch Monte Carlo hielt man jedoch fest.

Den bunten Blättern liefert der Sohn von Grace Kelly, die 1982 bei einem Autounfall ums Leben kam, wenig Stoff. Er sei, anders als seine Schwestern Caroline und Stephanie, "schon immer ein ernster Bub gewesen", sagte Gracia Patricia einst. Die blonde Charlene traf Albert 2000, seitdem gab es immer wieder vermeintlich heiße Gerüchte über eine bevorstehende Verlobung. Der Palast dementierte in schöner Regelmäßigkeit.

Foto: Viennareport

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