Do, 23. November 2017

Kartellfall

23.06.2010 10:07

Intel sucht außergerichtliche Einigung in den USA

Der weltgrößte Chipkonzern Intel will die Wettbewerbsvorwürfe in den USA schnell ad acta legen. Vertreter von Intel und der US-Kartellbehörde FTC hätten einen Vergleichsentwurf vorgelegt, berichtete das "Wall Street Journal" am Dienstag. Nun schaue sich die FTC-Spitze die Details an. Bis zu einer Entscheidung soll das Verfahren ruhen.

Über die Inhalte des möglichen Vergleichs wurde nichts bekannt. Es gilt aber als wahrscheinlich, dass Intel für seine Geschäftspraktiken zur Rechenschaft gezogen wird. Die Wettbewerbshüter werfen Intel vor, seine marktbeherrschende Stellung missbraucht zu haben. Intel soll Computerhersteller mit Drohungen und Rabatten dazu gebracht haben, seine Prozessoren zu verbauen und die Chips des kleineren Rivalen AMD zu meiden.

Die EU-Kommission hatte Intel bereits im vergangenen Jahr wegen der gleichen Sache eine Rekord-Geldstrafe von über einer Milliarde Euro aufgebrummt). Weitere 1,25 Milliarden Dollar zahlte Intel an AMD. Wegen der Rabattpraktiken stehen auch die beteiligten Computerhersteller im Zwielicht, allen voran Dell.

Neben der US-Wettbewerbsbehörde FTC hatte sich auch die New Yorker Staatsanwaltschaft des Falls angenommen und Klage gegen Intel erhoben. Nach Angaben des "Wall Street Journal" ruht das FTC-Verfahren nun erst mal bis zum 23. Juli. Eine erste Anhörung war ursprünglich für den 15. September geplant.

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