Mo, 20. November 2017

Unglaublich

22.06.2010 16:15

Linzer Lehrer für Stadtführung in Kroatien bestraft

Ein unglaubliches Erlebnis hat eine Linzer Schulklasse bei einem Ausflug in der kroatische Stadt Rovinj gehabt. Weil der Gymnasialprofessor Josef Oberreiter (Bild) seinen Schülern die Sehenswürdigkeiten der Stadt erklärte, wurde er von einem Inspektor für Fremdenführer zur Kasse gebeten.

Mit seinen 21 Schülern des Europagymnasiums Auhof war Josef Oberreiter anlässlich einer meeresbiologischen Woche in Kroatien. Wie fast jedes Jahr im vergangenen Jahrzehnt. Doch diesmal machte der Professor erstmals eine Begegnung der kuriosen Art: Nachdem er den Burschen und Mädchen der 7c-Klasse bei einem Rundgang die wichtigsten Plätze der Stadt Rovinj erklärt hatte, trat ein Mann auf ihn zu.

"Der war unauffällig gekleidet, öffnete sein Sakko und zeigte mir auf dessen Innenseite eine Plakette", so der Biologie-Pädagoge. In gebrochenem Deutsch stellte er sich als Inspektor für Fremdenführer vor. Und bezichtigte den Linzer sogleich, verbotenerweise eine Fremdenführung gemacht zu haben. "Er hat ein Protokoll angefertigt und dann 1.000 Kuna (150 Euro) Strafe verlangt. Sonst müsste ich zur Polizei oder vor Gericht. Ich wollte nicht weg und meine Schüler alleine lassen, daher bezahlte ich", so Oberreiter.

Der Grund für die Strafanzeige: Private Führungen seien verboten! Alle Bitten, es bei einer Verwarnung zu belassen, schlugen fehl. Die folgenden Tage gab's die Stadtführungen dann "geheim" per Mikro im Bus.

von Johannes Nöbauer, "OÖ Krone"

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