So, 19. November 2017

Nach zwei Morden

22.06.2010 08:37

Gutachten über Verdächtigen Rohrbacher erstellt

Geistige Abnormität höheren Grades und eine hochgradige potenzielle Gefährlichkeit - das hat ein Salzburger Gerichtsgutachter dem Verdächtigen aus Rohrbach attestiert, der zwei Frauenmorde gestanden hatte. Zum Gruseln sind nicht nur die grauenhaften Bluttaten, sondern auch die Prognose: So sind laut Expertise vom Verdächtigen weitere, vergleichbare Verbrechen zu erwarten.

Der Salzburger Gerichtsgutachter, Neurologe und Psychiater hatte im Auftrag der Linzer Staatsanwaltschaft die kranke Persönlichkeit des Mordverdächtigen untersucht. Dieser hat, wie berichtet, gestanden, im Mai 2009 eine 59-Jährige bei der Wallfahrtskirche Maria Trost in Rohrbach mit dem Griff einer Umhängetasche erdrosselt zu haben. Dann soll der 25-Jährige der Toten mit seinem Stanley-Messer Dutzende Stich- und Schnittwunden zugeführt haben.

Obwohl niemals ein Messer gefunden wurde, "begrub" die Kripo den Mordfall zunächst in den Akten. Bis der Verdächtige laut eigener Aussage im März 2010 eine 47-Jährige mit einem Schal erdrosselt haben soll. Anschließend soll er dem Opfer sechs Messer in den Körper gerammt und mit Blut Kreuze auf Stirn, Oberarme sowie Oberschenkel geschmiert haben. Dazu bahrte er die geschändete und verstümmelte Leiche förmlich auf.

Trotz allem zurechnungsfähig
Dennoch gilt der 25-Jährige als zurechnungsfähig. Ein Umstand, an dem sein Verteidiger schwer zu kniffeln hat: "Das kann ich nicht nachvollziehen. Mein Mandant gehört doch eindeutig in eine Sonderanstalt für geistig abnorme Straftäter."

Damit ist er mit dem Gerichtsgutachter auf einer Linie. Dieser meint: "Der Verdächtige muss dringend psychotherapeutisch behandelt werden." Der Gutachter glaubt auch nicht, dass der 25-Jährige sein Geständnis im Fall der 59-Jährigen erfunden hat.

von Christoph Gantner ("OÖ Krone") und ooe.krone.at

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