Fr, 15. Dezember 2017

Ende vor Gericht

21.06.2010 09:57

Flut an Klagen gegen Drahtzieher der Festspielaffäre

Ende Jänner ist die Millionenaffäre bei den Osterfestspielen geplatzt, nun wird das Gericht zur wichtigsten Bühne. Der Staatsanwalt ermittelt auf Hochtouren gegen 14 Verdächtige. Und jetzt reichen auch die Osterfestspiele selbst eine Reihe von Klagen gegen die mutmaßlichen Drahtzieher im Festival ein: Sie verlangen die Gelder zurück, die auf dubiosen Wegen und über Konten im Ausland abgezweigt wurden.

Die Anwälte des Osterfestivals haben schon eine Serie von Zivilklagen vorbereitet, die noch diese Woche beim Landesgericht Salzburg eingereicht werden sollen. Das Ziel: Die Beklagten sollen den Osterfestspielen die entstandenen Schäden ersetzen.

Und wer muss mit einer Klage rechnen?

  • Michael Dewitte, der fristlos entlassene frühere Festival-Leiter. Er soll sich Gehaltserhöhungen zugestanden haben und Provisionen vom Geld der Sponsoren kassiert haben.
  • Klaus Kretschmer, einstiger Technik-Chef der Sommerfestspiele und dort fristlos gefeuert. Er soll trotz strikten Verbotes nebenbei für das Osterfestival gewerkt und höchste Gagen bekommen haben. Einige Aufträge sollen dabei an Firmen gegangen sein, an denen er selbst beteiligt war. Zuletzt dürfte er bei den Festspielen intern angeordnet haben, viele Belege zu vernichten.
  • Auch Steuerberaterin Brigitte Kalteis soll eine Klage erhalten, sagt Landeschefin Gabi Burgstaller: "Weil sie nichts gegen die Malversationen unternommen hat."

Bei der vierten Klage geht es um 300.000 Euro vom Geld eines russischen Sponsors, die über ein Konto im türkischen Teil von Zypern an eine Briefkastenfirma in der Karibik gingen. Da hoffen die Festspiele, das abgezweigte Geld wieder zurückholen zu können.

von Robert Redtenbacher, Kronen Zeitung

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