Mo, 18. Dezember 2017

Chemie-Zwischenfälle

21.06.2010 16:31

Land richtet Hotline zu Pinsdorfer Recyclingfirma ein

Nach zwei Chemie-Zwischenfällen in einer Recyclingfirma in Pinsdorf im Bezirk Gmunden hat das Land nun während der Amtsstunden unter 0732/7720-13424 ein Info-Telefon eingerichtet. "Meine Geduld mit der Firma ist bald am Ende", betonte der zuständige Landesrat Rudi Anschober (Grüne) am Montag. "Sie müsse die wiederholten Vorfälle abstellen und für die Zukunft ausschließen."

Am Samstag musste die Feuerwehr zu einem Brand in der Entsorgungsfirma ausrücken. In einer Entsorgungshalle hatte Holzasche gemischt mit Galvanikschlamm gebrannt. Der entstandene Rauch war allerdings ungefährlich, da diesmal keine gefährlichen Stoffe Feuer gefangen hatten.

Zwei Zwischenfälle im April
Bereits Mitte April hatte es in der Firma einen Einsatz der Feuerwehr gegeben. Beim Umladen von Abfällen war es vermutlich zu einer chemischen Reaktion gekommen. Plötzlich stieg beißender gelber Rauch auf. Etwa 20 Feuerwehrleute und einige Mitarbeiter mussten das Spital aufsuchen, sie klagten über Hustenkrämpfe, Juckreiz, Kopf- oder Halsschmerzen.

Am Ende April riss dann ein Gabelstapler einen Behälter mit einem Harz auf, das eine geruchsintensive Substanz beinhaltete. Vier Mitarbeiter einer benachbarten Baustofffirma mussten ins Krankenhaus.

Bevölkerung besser informieren
Anfang Juni wurde bekannt gegeben, dass Vorwagner die Bevölkerung einbindet: Bei einem Informationstreffen Anfang Juni wurde dann eine Gesprächsplattform gegründet, die künftig regelmäßig und anlassbezogen tagen soll. Für Anfragen wurde eine E-Mail-Hotline eingerichtet, Geschäfts- und Betriebsleitung stehen telefonisch bei Fragen zur Verfügung. Zudem soll ein Anrainer-Infoletter regelmäßig über aktuelle Themen im Unternehmen informieren.

Laut Anschober würden die zuständigen Behörden und Sachverständigen seit den Vorfällen mit Hochdruck an der Aufklärung arbeiten. Ob zusätzliche Maßnahmen vorgeschrieben werden, könne erst nach Abschluss der umfangreichen Ermittlungen festgelegt werden, so Anschober. "Die Überarbeitung und Verbesserung des Brandschutzkonzepts ist - unabhängig von dem Vorfall am Wochenende - bereits eingeleitet."

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