Di, 17. Oktober 2017

Trio angezeigt

15.06.2010 12:56

250.000 € Schaden durch Betrug mit Scheinfirma

Er hatte weder das Know-How noch existierte die Firma, mit der ein 41-Jähriger aus dem Bezirk Gänserndorf (Niederösterreich) im Internet Fassadensanierungen angeboten hat. Der Mann soll zwar die Anzahlungen von seinen Kunden kassiert haben, die Arbeiten stellte er jedoch nie fertig. Mit Scheinrechnungen dürfte der Mann außerdem Barzahlungen einer Wiener Baufirma "bereinigt" haben. Der Schaden: mehrere Hunderttausend Euro.

Elf Hausbesitzer im Wienerwald soll der 41-Jährige reingelegt haben, er kassierte laut Polizei rund 45.000 Euro für die in Aussicht gestellten Dienstleistungen.

Mann war selbst Schwarzarbeiter
Als Repräsentant der fingierten Fassadenfirma stellte er außerdem Scheinrechnungen in der Höhe von etwa 315.000 Euro aus. Damit sollten Auszahlungen an Schwarzarbeiter buchhalterisch bereinigt werden, gab er gegenüber der Polizei an. Er selbst habe von Jänner 2007 bis Juli 2008 für die Firma als einer von 40 Schwarzarbeitern an der Sanierung von Villen rund um den Neusiedler See im Burgenland mitgearbeitet.

Die Arbeiten wurden aber ebenfalls nur mangelhaft durchgeführt, die Gebäude mussten im Nachhinein erneut saniert werden. Insgesamt soll ein Schaden von rund 250.000 Euro entstanden sein.

Vorstände der Wiener Firma schweigen zur Causa
Der 41-Jährige ist geständig und wurde angezeigt. Gegen die Vorstände der Wiener Baufirma wurde wegen des Verdachts des Sozialleistungsbetrugs sowie der Verleumdung Anzeige erstattet. Sie verweigerten bisher die Aussage.

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