Mo, 23. Oktober 2017

Gasunglück

15.06.2010 12:46

Heizungs- und Anlagenspezialist hilft bei Ermittlung

Nach der Gasexplosion in St. Pölten, die vor knapp zwei Wochen fünf Menschen das Leben gekostet hat, ist nun noch ein zusätzlicher Gutachter angefordert worden. Am Dienstag bestellte der zuständige Staatsanwalt Karl Fischer einen Heizungs- und Anlagenspezialisten. Dieser soll Auskunft darüber geben, wie sich das Gas ausgebreitet hat und die Verlegung der Leitungen unter die Lupe nehmen, erklärte Fischer.

Die übrigen drei Experten - ein elektrotechnischer, ein geologischer und ein Brandsachverständiger - haben ihre Arbeiten am Unglücksort Ecke Spratzerner Kirchenweg - Munggenaststraße bereits abgeschlossen. Mit dem Ergebnis ihrer Arbeit rechnet die Staatsanwaltschaft in rund zwei Monaten.

Wie lange das Landeskriminalamt noch für die Erhebungen benötigen werde, konnte Fischer nicht sagen. Die Beamten ermitteln bei der EVN und der Gemeinde, sichten Pläne und Aufträge, befragen Zeugen und klären den genauen Ablauf der Ereignisse vom Tag der Explosion sowie dem vorhergehenden Tag, erklärte er.

Strom- und Gasleitung lagen dicht nebeneinander
Nach aktuellem Stand war ein Leck in der Gasleitung unter dem Gehsteig vor dem Haus für das Unglück verantwortlich. Es dürfte durch einen Lichtbogenkurzschluss in einem 20 Kilovolt-Stromkabel, das das Gasrohr an dieser Stelle kreuzte, verursacht worden sein. Laut Staatsanwaltschaft lagen die beiden Leitungen "ziemlich knapp" nebeneinander. Die Experten müssen nun klären, ob der erforderliche Mindestabstand zwischen den Leitungen bei der Verlegung vor rund 20 Jahren eingehalten wurde, warum es zu dem Kurzschluss kam und wie das Gas anschließend in das Haus gelangte.

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