Mo, 18. Dezember 2017

"Krone"-Interview

15.06.2010 10:38

Padutsch fordert erneut autofreien Kajetanerplatz

Der schönste Platz im Kaiviertel ist mit Autos verparkt. Stadtrat Johann Padutsch von der Bürgerliste erinnert die anderen Parteien an ihre Versprechen für eine schönere Altstadt.

"Krone": Herr Stadtrat, sieht so der Eintritt ins Weltkulturerbe aus?
Johann Padutsch: Sicher nicht. Will ich als Stadt- oder Landesregierung die Gäste weiterhin mit einer Autohalde begrüßen oder mit einem attraktiven Platz als südlichen Eingang der Altstadt?

"Krone": Viel Geld ist das große Argument der Gegner.
Padutsch: Und das ist falsch. Stadt und Land verlieren keinen Cent an direkten Einnahmen. Die Plätze wurden der Parkgaragengesellschaft unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Und die steht heute hervorragend da.

"Krone": Wenn die Autos weg müssen, verliert sie Einnahmen.
Padutsch: Die Mönchsberg-Garagen sind ausfinanziert, die Gesellschaft erwirtschaftet jährlich über drei Millionen Euro und verfügt über Rücklagen. Selbst der Ausfall der Einnahmen von Kajetanerplatz und Basteigasse, nämlich 440.000 Euro, wird nicht zu einem Zuschussbedarf der Gesellschafter führen. Es gibt keine Ausrede.

"Krone": Die Parkplatznot wird dadurch nicht verschärft?
Padutsch: Es steht die neue Garage der Barmherzigen Bürder ab September zur Verfügung.

"Krone": Wer setzt sich durch?
Padutsch: Ein autofreier Kajetanerplatz ist für die Lebensqualität der Menschen und die wirtschaftliche Zukunft des Kaiviertels bedeutender als eine Einnahmenmaximieruung für eine öffentliche Gesellschaft.

Interview: Hans Peter Hasenöhrl, Kronen Zeitung

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