Fr, 24. November 2017

Aufbruch zum K2

13.06.2010 14:32

Kaltenbrunner will 14. Achttausender bezwingen

13 Achttausender hat Gerlinde Kaltenbrunner bereits gemeistert. Erst Ende Mai erreichte die 39-Jährige aus dem Bezirk Kirchdorf den Gipfel des Mount Everest. Jetzt fehlt ihr nur noch der K2 in ihrem persönlichen Gipfelbuch. Kommenden Sonntag will die Alpinistin zu dem letzten über 8.000 Meter hohen Eisriesen aufbrechen.
Kaltenbrunner sitzt bereits auf gepackten Koffern. Die letzten Vorbereitungen laufen, bis es dann endlich Richtung Pakistan geht und wahrscheinlich zur schwierigsten Aufgabe, die sich die erfahrene Alpinistin gestellt hat. Im dritten Anlauf soll der Gipfelsieg auf dem mit 8.611 Meter zweithöchsten Berg der Erde gelingen.
 
Nach den glücklosen Expeditionen 2007 und 2009 will sie es nun erneut versuchen. Dass sie im Erfolgsfalle einem ganz exklusiven Kreis an Spitzenbergsteigern angehört, ist für die 39-Jährige im Moment zweitrangig. "In erster Linie geht es jetzt darum den K2 zu besteigen", so Kaltenbrunner - und nicht den 14. Achttausender.
 
"Es wird sehr schwierig werden"
"Ich sehe eigentlich immer nur den aktuellen Berg vor mir. Ich kenn den K2 ganz gut, ich kenn das Wetter dort, es ist jedes Mal anders. Es wird sehr schwierig werden", erklärt die Extrembergsteigerin. Im Erfolgsfalle wäre sie nach der Südkoreanerin Oh Eun Sun und der Spanierin Edurne Pasaban erst die dritte Frau auf allen 14 Achttausendern.
 
Ende Juni, Anfang Juli will Kaltenbrunner gemeinsam mit ihrem deutschen Mann und Bergpartner Ralf Dujmovits im K2-Basislager auf über 5.000 Metern eintreffen. Wie in den vergangenen Expeditionen möchte die 39-Jährige über die steile Cesen-Route hinauf zur Schulter des K2 klettern, bevor auf den letzten 600 Höhenmetern die größten Schwierigkeiten warten.
 
Eisschlaggefahr in 8.300 Meter Höhe
Die Schlüsselpassage ist der sogenannte Flaschenhals in rund 8.300 Meter Höhe, wo überhängende Eisseracs für eine hohe Eisschlaggefahr sorgen. Als es hier im August 2008 zu einem Eisabbruch kam, starben elf Alpinisten. Kaltenbrunner weiß, welche Gefahr dort droht. "Man muss schnell unterm Flaschenhals durch. Aber wenn die Verhältnisse nicht passen, wenn zu viel Schnee liegt, dann weiß ich, dass ich dort nichts verloren habe."
 
Und eines ist der gelernten Krankenschwester nach all ihren Expeditionen noch klar: "Der K2 ist schon der anspruchsvollste Achttausender. Zu all den Schwierigkeiten kommt noch die extreme Höhe dazu. Der K2 ist wie ein niedriger Achttausender, auf dem nochmal ein kleiner Gipfel drauf ist.
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